Drogenbeauftragter
Weniger Alkohol in Supermärkten und Tankstellen? Hendrik Streeck will Einschränkungen
Veröffentlicht:
von dpaLaut dem Bundesdrogenbeauftragten muss der Zugang zu Alkohol erschwert werden. (Symbolbild)
Bild: Bernd Weissbrod/dpa
Beim Schutz vor Gesundheitsschäden durch Alkohol geht es um einen "Kulturwandel", wie der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck sagt. Ein Ansatzpunkt ist die Präsenz in den Regalen.
Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck spricht sich für weniger leicht zugängliche Alkohol-Angebote im Handel aus. "Ein Weg wäre, Alkohol von Supermarktkassen in der sogenannten Quengelgasse zu entfernen", sagte der CDU-Politiker zu Ippen Media. Dies wäre auch eine Erleichterung für ehemals Abhängige, nicht immer an Alkohol erinnert zu werden. "Ein anderer Weg wäre, den Verkauf von Alkohol an Tankstellen einzuschränken. Warum sollten Autofahrer Alkohol für die Weiterfahrt kaufen dürfen?"
Auch in den News:
Streeck erläuterte, dies seien "bisher nur Gedankenspiele, wie wir langsam einen Kulturwandel erreichen können". Es gelte, mehr über die Gefahren aufzuklären und den Zugang zu Alkohol zu erschweren. Dass insgesamt weniger Alkohol konsumiert werde, könne man nur schrittweise schaffen.
Beim Tankstellen-Interessenverband (TIV) stießen Streecks Äußerungen prompt auf Ablehnung. Werde der Verkauf von Alkohol an der Tankstelle eingeschränkt, wichen Kunden einfach auf lange geöffnete Supermärkte aus und kauften dort dann mutmaßlich sogar größere Gebinde, hieß es auf dpa-Anfrage. Der Interessenverband verwies auch darauf, dass der Jugendschutz an Tankstellen besonders streng eingehalten werde, und warnte vor wirtschaftlichen Folgen: "Alle Umsätze, die dort abgezogen werden, befördern ein ohnehin schleichendes Tankstellensterben."
Mehr News

Stihl-Geschichte
46 kg schwer! Auf dieser Motorsäge gründet Stihls Erfolg

Fruchtig frisch oder harzig warm?
"Sehr gut" für unter zwei Euro: Günstige Duschgele glänzen bei Öko-Test

Vorsicht vor Biss
Gefährlicher Mitbewohner? Was bei einer Nosferatu-Spinne im Haus zu tun ist

Erpressung per Telefon
Toilettenpapier-Abzocke: Verbraucherzentrale warnt vor Betrugsmasche

Nachhilfe im Entfolgen
"Einfach blockieren": Ricarda Lang erklärt Hatern Social Media

Königshaus
Prinz Sverre Magnus von Norwegen: So wird sich seine Rolle ändern

Neue Recherche
Drohnenattacke von Leipzig/Halle: Verdächtige offenbar identifiziert

Tod von norwegischem Royal
Begräbnis von König Harald: Diese prominenten Gäste werden erwartet

Mit 83 Jahren
Ostfußball-Legende Eberhard Vogel verstorben: FCC statt Pelé

