Fehlalarm?

Bombenschreck über Warschau: Flieger umgeleitet, Flughafen lahmgelegt

Veröffentlicht:

von Emre Bölükbasi

:newstime

Das ist der verpönteste deutsche Flughafen (28. Oktober)

Videoclip • 01:11 Min • Ab 12


Ein Londoner Linienflug löst Alarm aus – und zieht eine Welle von Drohungen nach sich, die bis nach Rom reicht. Was steckt hinter der kuriosen Serie an Meldungen?

Der Dienstagmorgen (3. November) begann für Hunderte Flugreisende in Polen mit einem Schock. Wegen einer Bombendrohung an Bord musste ein Flugzeug der polnischen Airline Lot den Kurs ändern und außerplanmäßig auf dem kleineren Warschauer Ausweichflughafen Modlin aufsetzen – statt wie vorgesehen am Hauptstadtflughafen Chopin zu landen.

In sozialen Netzwerken kursierten Aufnahmen, die die Evakuierung der Passagier:innen am Flughafen Modlin zeigen sollen.

Externer Inhalt

Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie Facebook, Instagram oder Youtube.

Aktiviere bitte Personalisierte Anzeigen und Inhalte sowie Anbieter außerhalb des CMP Standards, um diese Inhalte anzuzeigen.

181 Menschen an Bord, Alarm im Cockpit

Die Maschine war am frühen Morgen mit 181 Personen in London gestartet. Während des Fluges ging der Hinweis ein, dass sich eine Bombe an Bord befinden soll.

Die Konsequenz war eine sofortige Umleitung nach Modlin – einem Airport, der sonst vor allem Billigflieger abfertigt. Nach der Landung rollte das Flugzeug auf eine Außenposition, Spezialist:innen rückten zur Untersuchung des Flugzeugs an. Passagiere und Crew warteten derweil im Terminal.

Der Flughafen Modlin wurde vorübergehend für den regulären Betrieb geschlossen, ehe er wieder geöffnet wurde.

Drohungen treffen auch SAS-Flug

Doch damit nicht genug: Auch ein Flug der skandinavischen Fluggesellschaft SAS geriet ins Visier – die Verbindung von Kopenhagen nach Warschau (Flugnummer SK751) wurde mit einer Drohung belegt.

Die Maschine landete planmäßig am Chopin-Flughafen, die Passagier:innen konnten das Flugzeug verlassen. Anschließend begannen Sicherheitskräfte mit der Überprüfung der Maschine.

Ähnliche Vorfälle zeitgleich in Rom

Der Warschauer Vorfall war nicht isoliert: Am selben Vormittag registrierte auch der Flughafen Rom-Fiumicino anonyme Hinweise auf angebliche Bomben an Bord zweier gelandeter Maschinen – eine aus Lissabon, eine aus Dublin.

Beide Flugzeuge wurden nach den Landungen gründlich überprüft, verdächtige Gegenstände wurden dabei nicht gefunden. Beim Anflug einer der beiden Maschinen stiegen Kampfjets der italienischen Luftwaffe auf, um das Flugzeug zu begleiten.

Auch in den News:

Bislang deutet alles auf Fehlalarme hin – doch die Sicherheitsbehörden nehmen jede derartige Drohung ernst. Die Vorfälle in Warschau und Rom zeigen, wie schnell anonyme Hinweise den internationalen Luftverkehr ins Chaos stürzen können – mit realen Folgen für Hunderte Reisende und den laufenden Flughafenbetrieb.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

X: @ZoyaTheAnalyst

Mehr entdecken