Fahnen auf halbmast gesetzt
Unglück in Kanada – 19 Verletzte nach Feuerinferno auf Militärbasis in Lebensgefahr
Aktualisiert:
von Jacqueline Bittl:newstime
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Videoclip • 01:11 Min • Ab 12
Ein außer Kontrolle geratenes Graslandfeuer hat auf einem kanadischen Militärstützpunkt eine Katastrophe ausgelöst – mitten in einer Übung mit scharfer Munition. Vier Soldaten sind tot, 19 kämpfen um ihr Leben.
Am Militärstützpunkt Wainwright in der kanadischen Provinz Alberta hat sich am Samstag (17. Oktober) eine Tragödie entfaltet, wie sie die kanadische Armee in Friedenszeiten kaum erlebt hat.
Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, wurde ein Feuer im Grasland des weitläufigen Geländes von ungewöhnlich starken Winden erfasst und raste innerhalb kürzester Zeit über ein Übungsareal hinweg – genau dort, wo Soldat:innen einer Infanteriegruppe mit scharfer Munition Gefechtsszenarien trainierten.
Vier Menschen verloren ihr Leben, mindestens 19 weitere schweben in akuter Lebensgefahr. Insgesamt wurden 39 Personen mit zum Teil schwerwiegenden Brandverletzungen in umliegende Krankenhäuser gebracht, wie Albertas Premierministerin Danielle Smith bei einem Pressegespräch am Sonntag (18. Oktober) bestätigte.
Auch in den News:
Brandursache noch ungeklärt – War ein Gasbrunnen der Auslöser?
Die Ursache des Brandes ist noch nicht abschließend geklärt. Derzeit wird ausgeschlossen, dass Öl- oder Gasinfrastruktur auf dem Gelände an der Entstehung beteiligt gewesen sei. Dagegen berichtet die Nachrichtenplattform "Global News" unter Berufung auf Insider der kanadischen Streitkräfte, dass im Zuge der Übung eine Gasleitung oder ein Gasbrunnen getroffen worden sei und dies eine Explosion ausgelöst habe.
Das Brandgebiet befindet sich auf dem CFB Wainwright südlich der Stadt Wainwright in Alberta, Kanada
Das Straßenschild weist auf das Camp Wainwright hin. Bei dem Brand sind nach Angaben von Premierminister Mark Carney vier Menschen gestorben. Dutzende erlitten schwere Verletzungen.
Bild: John Ulan/Canadian Press via ZUMA Press/dpa
Premierminister spricht von historischer Dimension
Die Soldat:innen, die bei dem Unglück in die Flammenhölle gerieten, bereiteten sich auf einen Auslandseinsatz vor – sie sollten im kommenden Jahr nach Lettland verlegt werden, wie Stützpunktkommandeur Wade Rutland erklärte.
Kanadas Premierminister Mark Carney ordnete an, die Fahnen an allen Bundesgebäuden auf halbmast zu setzen – eine Geste tiefer nationaler Trauer. Er bezeichnete das Ereignis als eine der schlimmsten Tragödien, die der kanadischen Armee auf eigenem Boden in Friedenszeiten widerfahren ist.
Der Stützpunkt Wainwright liegt rund 210 Kilometer südöstlich von Edmonton und gilt als einer der meistgenutzten Armeestützpunkte des Landes.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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