Pazifik
Gewaltiges Erdbeben erschüttert Tonga-Region – Warnung von Behörden
Aktualisiert:
von Michael ReimersDie Einwohner:innen Tongas sollen sich laut Behörden auf den Ernstfall vorbereiten. (Symbolbild)
Bild: Adobe Stock
Ein schweres Beben hat die Gewässer nahe des Südpazifik-Königreichs durchgeschüttelt – doch die extreme Tiefe des Epizentrums könnte Schlimmeres verhindert haben. Dennoch bereiten sich Anwohner:innen auf den Ernstfall vor.
Das Wichtigste in Kürze
Ein Erdbeben der Stärke 7,5 hat den Südpazifik-Inselstaat Tonga erschüttert, doch die große Tiefe von 229 Kilometern verhindert nach Experteneinschätzung größere Schäden.
Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben, dennoch riefen die Behörden die Bevölkerung vorsorglich zur Evakuierung auf.
Tonga war Anfang 2022 durch die höchste jemals gemessene Aschewolke eines Vulkanausbruchs weltweit in die Schlagzeilen geraten.
Die Erde hat am Dienstag (24. März) in den Tiefen des Pazifiks ihre gewaltige Kraft demonstriert: Rund 229 Kilometer unter dem Meeresgrund, unweit des polynesischen Inselstaats Tonga, entlud sich eine seismische Energie der Stärke 7,5. Ein Beben dieser Magnitude würde normalerweise Schlagzeilen mit Katastrophenmeldungen füllen – doch diesmal spielt die Geologie den Bewohner:innen in die Karten.
Die rettende Tiefe
Was dieses Erdbeben von anderen unterscheidet, liegt buchstäblich in der Tiefe: Das Epizentrum befand sich in einer außergewöhnlichen Distanz zur Erdoberfläche. Zum Vergleich: Die meisten verheerenden Beben ereignen sich in Tiefen von wenigen Kilometern bis maximal 50 Kilometern. Je näher ein Beben der Oberfläche kommt, desto zerstörerischer wirken seine Schockwellen auf Gebäude und Infrastruktur.
Die US-Erdbebenwarte USGS rechnet aufgrund dieser geologischen Besonderheit nicht mit Schäden oder Verletzten. Auch das US-Tsunami-Warnsystem gab keine Warnung heraus – ein Zeichen dafür, dass die Wassermassen über dem Epizentrum nicht in gefährliche Bewegung versetzt wurden.
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Vorsicht statt Panik
Trotz der wissenschaftlichen Entwarnung reagieren die tongaischen Behörden mit Umsicht: Anwohner:innen wurden aufgefordert, sich vorsichtshalber in Evakuierungszentren zu begeben. Der Katastrophenschutz empfiehlt ein Notfallgepäck für 72 Stunden – gefüllt mit Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten, wichtigen Dokumenten und grundlegender Ausrüstung. Die Botschaft ist klar: Wachsamkeit bleibt geboten, bis absolute Sicherheit herrscht.
Für die rund 105.000 Einwohner:innen Tongas ist die Erinnerung an geologische Katastrophen noch frisch. Anfang 2022 erschütterte der gewaltige Ausbruch des unterseeischen Vulkans Hunga Tonga-Hunga Ha'apai die Welt. Der Berg schleuderte eine gigantische Wolke aus Asche und Gas kilometerweit in die Höhe – Forscher:innen stellten später fest, dass es sich um die höchste jemals auf der Erde gemessene Aschewolke handelte, die sogar bis in die Mesosphäre vordrang. Die kolossale Eruption löste Tsunami-Wellen aus und bedeckte Teile des Archipels mit einer dicken Ascheschicht.
Leben auf dem Feuerring
Das Königreich Tonga, das etwa 2.300 Kilometer nordöstlich von Neuseeland liegt und aus etwa 170 Inseln besteht, sitzt direkt auf dem Pazifischen Feuerring – der geologisch aktivsten Zone unseres Planeten. Hier kollidieren tektonische Platten, Vulkane brodeln, und die Erdkruste ist in ständiger Bewegung. Für die Bewohner:innen bedeutet das: Erdbeben gehören zum Alltag, doch jedes neue Beben birgt unkalkulierbare Risiken.
Das aktuelle Ereignis zeigt einmal mehr, wie unberechenbar die Natur in dieser Region agiert – und wie manchmal wenige Kilometer Tiefe über Katastrophe oder glimpflichen Ausgang entscheiden können.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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