Drama im Kanton Freiburg
Tödlicher Busbrand in der Schweiz: Polizei vermutet Vorsatz – aber keinen Terror
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Feuerdrama in der Schweiz: Sechs Tote
Videoclip • 01:23 Min • Ab 12
Mindestens sechs Menschen sind bei einem Busbrand in der Schweiz ums Leben gekommen. Die Polizei geht nicht von einem Terrorakt aus, vermutet jedoch Vorsatz hinter der Tat.
Die Schweizer Polizei ermittelt im Fall des tödlichen Linienbus-Brandes am Dienstagabend (10. März) zur Ursache der Tragödie. Gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Radio RTS sagte Martial Pugin, der Kommunikationschef der Kantonspolizei Freiburg, es gebe derzeit keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Allerdings werde vermutet, dass es sich um eine vorsätzliche Tat handele.
Dass in dem Linienbus eine Person wahrscheinlich vorsätzlich ein Feuer ausgelöst hatte, hatte die Polizei im Kanton Freiburg bereits zuvor mitgeteilt. Sechs Menschen kamen bei dem Brand am Dienstagabend ums Leben, vier weitere und ein Sanitäter wurden verletzt. Drei der Verletzten schwebten am Abend noch in Lebensgefahr.
Die Zeitung "Blick" zitierte einen Augenzeugen, nach dessen Angaben ein Mann Benzin im Bus ausgeschüttet und sich selbst in Brand gesetzt haben soll. Diese Angaben waren auch bei der Polizei eingegangen, wie eine Sprecherin sagte. Bestätigen konnte sie das aber zunächst nicht.
Handy-Videos zeigen meterhohe Flammen
In sozialen Medien kursierten dramatische Bilder und Videos von dem brennenden Bus. Darauf sind meterhohe Flammen zu sehen. Eine riesige Rauchsäule stieg in den Himmel. Die Feuerwehr löschte die Flammen, aber der Bus brannte völlig aus.
An der Straße war später nur noch das Metallgerippe des Busses zu sehen. Auf Bildern sind zahlreiche Menschen zu erkennen, die den brennenden Bus mit Handy-Kameras filmen. Im Einsatz waren neun Krankenwagen sowie ein Rettungshubschrauber. Die Polizei rief mögliche Zeug:innen auf, sich zu melden.
In der Nacht nach dem Vorfall waren noch viele Fragen offen geblieben. Die Polizei hatte nicht mitgeteilt, wie viele Menschen zum Zeitpunkt des Unglücks an Bord waren. Es hatte sich um einen Bus des Unternehmens Postauto, das in der Schweiz vor allem ländliche Gebiete verbindet, gehandelt. Der Bus war auf einer Strecke zwischen der Ortschaft Düdingen und Kerzers verkehrt. Kerzers liegt etwa 26 Kilometer westlich von Bern.
Unklar war auch geblieben, ob die Person, die den Brand möglicherweise ausgelöst hat, unter den Toten oder Verletzten ist. Zu ihrer Identität hatte die Polizei zunächst keine Angaben gemacht. Die Identifizierung der Todesopfer war im Gange. Ob der Busfahrer unter den Opfern war, blieb ebenfalls offen.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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