Apokalyptische Szenen
Sturzflut in Nepal: Todeszahlen steigen weiter – über 1.300 Menschen vermisst
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Schwere Sturzflut in Nepal
Videoclip • 01:28 Min • Ab 12
Nach der verheerenden Flutwelle und den erbarmungslosen Schlammmassen im Grenzgebiet zwischen Nepal und China wird verzweifelt nach den Verschollenen gesucht. Die Todeszahl steigt derweil weiter.
Das Wichtigste in Kürze
Nach der verheerenden Flutwelle in Nepal werden mittlerweile über 1.300 Menschen vermisst, die Todeszahlen steigen stetig an.
Auch viele Tourist:innen, darunter acht Deutsche, zählen zu den Vermissten.
Die Szenen vom Mittwoch erinnerten an einen Katastrophenfilm – Staudämme und Häuser versanken innerhalb von Sekunden im Schlamm.
Eine gewaltige Flutwelle hat im Grenzgebiet zwischen Nepal und China eine Schneise der Verwüstung hinterlassen – und die Dimension der Katastrophe wird mit jeder Stunde größer. Mehr als 1.300 Menschen gelten mittlerweile als vermisst, die Zahl der Todesopfer steigt kontinuierlich.
Allein in Nepal werden 826 Menschen vermisst, darunter fast 580 Tourist:innen. 165 Menschen kamen dort ums Leben. Auf chinesischer Seite hat sich die Zahl der Vermissten auf über 550 verdoppelt, darunter 260 Ausländer:innen. China meldet bislang drei Todesopfer.
Das Ausmaß der Tragödie offenbart sich erst nach und nach: Viele Leichen wurden kilometerweit flussabwärts an der Grenze zu Indien entdeckt – von den Fluten extrem weit mitgerissen. Ein Polizeisprecher berichtete, teilweise seien nur noch Leichenteile gefunden worden.
Auch in den News:
Internationale Opfer und verzweifelte Suche
Unter den Vermissten befinden sich nach Angaben von Trekkingagenturen acht deutsche Staatsangehörige. Der Chef der nepalesischen Touristenpolizei, Bishow Raj Adhikari, bestätigte, Hunderte Tourist:innen seien bislang nicht erreichbar. Die Mehrheit der Vermissten sind Inder:innen, zudem werden viele Menschen aus den USA, Großbritannien und Australien vermisst.
Mehr als 7.400 Retter:innen sind in Nepal im Einsatz. Fast 240 Menschen konnten bisher lebend mit Helikoptern geborgen werden. Doch die Rettungsarbeiten gestalten sich äußerst schwierig: Dicke Schlammmassen haben Straßen für schweres Gerät unpassierbar gemacht und Kommunikationsnetze teilweise zusammenbrechen lassen.
Apokalyptische Szenen erinnern an Katastrophenfilm
Am Mittwoch (26. August) hatten gewaltige Schlamm- und Gesteinsmassen entlang des Flusses Bhotekoshi eine Schneise der Verwüstung geschlagen. Die Flut riss Brücken mit sich, beschädigte Staudämme und ließ Häuser in Sekundenschnelle im Schlamm versinken. Dramatische Videoaufnahmen zeigen Momente, die wie aus einem Katastrophenfilm wirken.
Die betroffene Region gilt als beliebtes Wandergebiet und Ziel von buddhistischen und hinduistischen Pilger:innen, die über Nepal zum heiligen Berg Kailash in Tibet wollen.
Internationale Hilfe läuft an – Merz äußert sich
Die USA sagten Nepal Hilfe im Wert von 500.000 US-Dollar zu. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) signalisierte Deutschlands Bereitschaft für Unterstützung. UN-Generalsekretär António Guterres sagte der Regierung in Nepal Hilfe durch Teams der Vereinten Nationen zu. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen versprach, europäische Unterstützung zu mobilisieren, und aktivierte den Erdbeobachtungsdienst Copernicus zur Kartografierung der betroffenen Gebiete.
Ursache nach wie vor unklar
Was die Flutwelle auslöste, wird noch untersucht. Die nepalesische Katastrophenschutzbehörde vermutet nach ersten Analysen von Satellitenbildern, eine Gletscherlawine könnte zunächst einen Zufluss des Bhotekoshi blockiert haben. Bereits vor einem Jahr hatte eine schwere Flut in dem Gebiet Menschen getötet und eine Brücke zerstört.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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