Tag des offenen Denkmals
Schülerprojekt gewinnt den Denkmalpreis für virtuellen Rundgang
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von dpaBlick auf die frühere Sächsische Strickmaschinenfabrik in Chemnitz. Hier wurde der Tag des offenen Denkmals für Sachsen eröffnet.
Bild: Hendrik Schmidt/dpa
In Sachsen werden mehr als 100.000 Kulturdenkmäler gepflegt: vom Zwinger und der Semperoper in Dresden bis zum Leipziger Hauptbahnhof. Zum Denkmaltag öffneten einige Hundert für Besucher:innen.
Kirchen, Burgen, Villen, alte Industriebauten: Zum Tag des offenen Denkmals haben rund 700 Denkmäler in Sachsen am Sonntag für Besucher:innen geöffnet. Darunter auch viele historische Bauten, die sonst nicht zugänglich sind. Die bundesweite Aktion stand dieses Jahr unter dem Titel "Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?".
Eröffnungsfeier in Chemnitz
Eröffnet wurde der Denkmaltag für Sachsen auf dem Gelände der früheren Sächsischen Strickmaschinenfabrik in Chemnitz, wo heute unter dem Namen "die fabrik" Büros, Gastronomie und Raum für Veranstaltungen geboten werden. Dort wurden auch Führungen angeboten und der diesjährige Kinder- und Jugenddenkmalpreis vergeben. Die Auszeichnung geht an Schüler:innen des Lößnitzgymnasiums in Radebeul für ein Projekt über Familienschicksale im Nationalsozialismus.
"Kulturdenkmale verbinden Menschen über Zeit und Länder hinweg", erklärte Landeskonservator Alf Furkert. "Die Schüler haben gelernt, dass Denkmale zu erforschen und zu schützen bedeutet, die Geschichte, die Geschichten und den Zeitgeist an authentischen Orten der Erinnerung lebendig zu halten." Regina Kraushaar (CDU), Ministerin für Landesentwicklung, sprach von einer beeindruckenden Arbeit der Schüler:innen. "Unsere sächsische Erinnerungskultur wird um einen wichtigen Baustein reicher."
Schüler:innen entwickeln virtuellen Erinnerungsrundgang
Den Angaben zufolge entwickelten die Schüler:innen der Klassenstufen 9 bis 12 über mehrere Schuljahre hinweg einen virtuellen Erinnerungsrundgang. Er führt durch Radebeul zu wichtigen Kulturdenkmälern wie dem Wettin-Haus und der Villa Wach. Anhand von Quizfragen, Fotos, Videos, Audiodateien und Karten werden dabei Lebenswege jüdischer Familien in der Stadt nachgezeichnet. Die Jugendlichen hätten dafür eigenständig in Archiven recherchiert sowie Berichte von Zeitzeugen und historische Dokumente ausgewertet.
Der Preis wird seit 2012 jährlich zur Eröffnung des Tages des offenen Denkmals vergeben. Er ist mit einer Sach- und Geldprämie dotiert.
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