Forschung

Schlangenbisse: Gefahr weltweit größer als gedacht

Veröffentlicht:

von Jonas Bellermann

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Jährlich sterben hunderttausende Menschen an Schlangenbissen

Videoclip • 01:09 Min • Ab 12


Eine neue Studie zeigt, wie groß die Gefahr durch Schlangengift weltweit tatsächlich ist – und warum viele Betroffene keine ausreichende Hilfe bekommen.

Schlangenbisse könnten weltweit deutlich mehr Menschen das Leben kosten als bislang angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, die im Fachmagazin "PLOS Medicine" veröffentlicht wurde.

Millionen Menschen durch Schlangen vergiftet

Die Forschenden haben Daten aus 79 Ländern ausgewertet und daraus eine weltweite Schätzung erstellt. Demnach werden jedes Jahr zwischen 2,1 und sieben Millionen Menschen durch Schlangengift vergiftet. Die Zahl der Todesfälle könnte zwischen 274.000 und 513.000 liegen.

Damit liegt die neue Schätzung deutlich über den bisherigen Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie geht derzeit von 81.000 bis 138.000 Todesfällen durch Schlangenbisse pro Jahr aus. Gleichzeitig weist die WHO darauf hin, dass diese Zahlen vermutlich zu niedrig sind.

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Fehlende Behandlung verschärft die Gefahr

Besonders betroffen sind Regionen südlich der Sahara sowie Süd- und Südostasien. In vielen ländlichen Gebieten ist die medizinische Versorgung schwierig. Zudem fehlen verlässliche Daten, weil zahlreiche Betroffene gar kein Krankenhaus erreichen und stattdessen auf Hausmittel oder traditionelle Heilmethoden zurückgreifen.

Auch für Menschen, die einen Biss überleben, können die Folgen schwerwiegend sein. Möglich sind unter anderem Lähmungen, Nierenversagen, Gewebeschäden oder der Verlust von Gliedmaßen.

Ein weiteres Problem ist das Gegengift. Die sogenannten Antivenome sind teuer und in vielen besonders betroffenen Regionen kaum verfügbar. Die Forschenden fordern deshalb einen besseren Zugang zu medizinischer Behandlung und wirksamen Gegengiften.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


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