Alte Bauernregel
Schafskälte im Juni: Wird es bald wieder kühl? Was es mit der Wetterregel auf sich hat
Veröffentlicht:
von Marie-Finn Bruker:newstime
Gartentipps für trockene Sommertage (2. Mai)
Videoclip • 01:37 Min • Ab 12
Der Sommer steht vor der Tür – eigentlich. Denn Mitte Juni könnte die Schafskälte nochmal stark sinkende Temperaturen bringen. Was es mit der alten Bauernregel auf sich hat und warum sie auch 2026 noch wichtig ist.
Das Wichtigste in Kürze
Die Schafskälte ist eine meteorologische Singularität: ein Wetterphänomen, das regelmäßig auftritt und Temperaturschwankungen mit sich bringt.
Der Name der altbekannten Regel ist auf den frühsommerlichen Kälteeinsturz zur gleichen Zeit mit der Schafsschur zurückzuführen.
In den Tagen um den 11. Juni kann sich die Temperatur aufgrund der von Nordwest kommenden Meereswinde auf bis zu 10 Grad abkühlen.
Tschüss, Winterpulli, hallo kurze Ärmel? Noch nicht ganz. Denn kaum sind die ersten Sommertage vergangen, lauert schon der nächste Kälteanflug.
Starke Temperaturschwankungen sind im Juni keine Seltenheit. Mitte des Monats kommt es immer wieder zu Kälteeinstürzen: ein Wetterphänomen, das als "meteorologische Singularität" bezeichnet wird und schon seit Jahrhunderten besteht. Noch heute orientieren sich Landwirt:innen und Hobbygärtner:innen an der alten Bauernregel, die als "Schafskälte" bezeichnet wird.
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Was haben Schafe mit dem Wetter zu tun?
Ein- bis zweimal im Jahr werden Schafe, üblicherweise im Frühling bis zum Frühsommer, von ihrer Winterwolle befreit. Die erste Schur findet laut des Bayerischen Rundfunks (BR) meist mit Beginn der warmen Monate im Mai und Juni statt. Ebendieser Termin fällt auffällig oft mit einem wiederkehrenden Kälteeinbruch im Juni zusammen – daher die Bezeichnung "Schafskälte".
Der Temperatureinsturz kann für die Tiere ohne ihren dicken Wollmantel lebensbedrohlich werden. Mutterschafe und Jungtiere werden daher oft erst später geschoren.
Wann kommt die Kälte – und wie kühl wird es?
Während bei uns die Freibadsaison beginnt, sind die Meere im Juni noch vergleichsweise kühl. Dreht der Wind aus Nordwest, bringt er die kalte Meeresluft auch nach Deutschland. Da "fangen nicht nur die frisch geschorenen Schafe zu bibbern an", sagt Kathrin Kolb aus dem Bayern-1-Wetterteam. Für Mensch, Tier und Pflanze könne es bei bis zu zehn Grad Temperaturabfall nochmal richtig frisch werden.
Warum genau an diesen Tagen?
In vielen Jahren kommt diese kühle Luft in den Tagen um den 11. Juni. Dass die Schafskälte genau in diesem Zeitraum stattfindet, ist laut BR sehr wahrscheinlich. Sie gehöre, ebenso wie die Eisheiligen, der Johannistag (24. Juni) oder der Siebenschläfertag (27. Juni), zu den sogenannten "Lostagen". An diesen haben die Menschen nach altem Volksglauben ablesen können, wie sich das Wetter in der kommenden Zeit entwickeln würde.
Die Wahrscheinlichkeit, dass es zwischen dem 10. und 12. Juni wirklich zur Schafskälte kommt, liege sogar bei 80 Prozent, so der BR.
Verwendete Quellen:
BR: "Schafskälte: Wann kommt sie in 2026?"
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