Starke Nachfrage

Regio RE1 in Berlin und Brandenburg bekommt längere Züge

Veröffentlicht:

von dpa

Auf Teilen der RE1-Strecken fahren künftig mehr Regios mit acht Wagen.

Bild: Michael Bahlo/dpa


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Auf der Strecke des RE1 sind künftig Regionalzüge unterwegs, die deutlich mehr Sitzplätze bieten. Damit reagiert der Bahnbetreiber auf die "extrem hohe Nachfrage".

Das Wichtigste in Kürze

  • Auf der RE1-Strecke sollen bald längere Regios eingesetzt werden.

  • Die Bahnsteige auf einigen Bahnhöfen müssen dafür noch ausgebaut werden.

  • Die Regionalzüge zwischen Brandenburg an der Havel, Berlin und Frankfurt (Oder) werden sehr stark genutzt.

Die Züge auf der viel genutzten RE1-Strecke werden länger: Künftig verkehren zwischen Brandenburg an der Havel, Berlin und Frankfurt (Oder) mehr Regionalzüge mit acht Wagenteilen. Der "Desico HC 8-Teiler" misst 210 Meter, bietet 800 Sitzplätze und ist zusammengekuppelt aus jeweils zwei Vierteilern, wie die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (Odeg) mitteilte. Bisher fahren vor allem Regios mit vier oder sechs Wagen auf der Strecke.

Die Nachfrage auf der RE1-Strecke sei extrem hoch, so eine Odeg-Sprecherin. Ziel sei es, dass 30 Prozent mehr Fahrgäst:innen Platz in den Zügen finden. Bis Juli werden nun mehrere Sechsteiler in Vierteiler umgebaut, die dann jeweils zu Achtteilern gekuppelt werden können.

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Sechs Bahnhöfe benötigen noch verlängerte Bahnsteige

Damit die 210 Meter langen Züge künftig wie geplant auch überall auf der Teilstrecke vom RE1 halten können, müssen die Bahnsteige auf einigen Stationen entlang der Strecke schrittweise verlängert werden. Geschehen sei das bereits auf dem Bahnhof Potsdam Park Sanssouci und in Hangelsberg, sagte eine Odeg-Sprecherin.

Diese Bahnhöfe sind noch vom Umbau betroffen: Götz, Groß Kreutz, Berkenbrück, Briesen (Mark), Jacobsdorf (Mark) und Pillgram. Bis zum Jahr 2028 sollen hier die Bahnsteige verlängert sein: Bis dahin halten die Achtteiler an diesen Bahnhöfen nicht.


Berliner RE1-Strecke: Bis Dezember unterbrochen

Rund 60.000 Menschen nutzen nach Odeg-Angaben den RE1 täglich. Sie gilt als eine der meistgenutzten Strecken Brandenburgs. Bei einer Sonderfahrt des achtteiligen Regios vom Potsdamer Hauptbahnhof aus, waren Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) und Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) dabei.

Doch zwischen dem 14. Juni und 12. Dezember wird der Regional- und Fernverkehr auf der Berliner Stadtbahn, der Ost-West-Bahnverbindung, stark eingeschränkt sein - und die RE1-Linie hier unterbrochen. Nur die S-Bahn fährt regulär auf der Strecke. Im Regionalverkehr fahren keine Züge zwischen den Bahnhöfen Charlottenburg und Ostbahnhof. Die Linien RE1 und RE7 beginnen und enden jeweils an diesen beiden Stationen. Hintergrund sind Brücken- und Gleisarbeiten am Hauptbahnhof und an der Station Zoologischer Garten.

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