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Polarlichter über Deutschland: Sonnensturm sorgt für Lichtspektakel

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

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Ungewöhnlich starke Polarlichter

Videoclip • 23 Sek • Ab 12


Vom Norden bis zu den Alpen waren die Polarlichter zu sehen. Ein Sonnensturm sorgt in Deutschland für ein beeindruckendes Himmelsschauspiel.

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Nacht auf Dienstag (20. Januar) waren am Nachthimmel intensiv leuchtende Polarlichter zu sehen.

  • Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war der Grund hierfür eine starke Sonneneruption.

  • Das beeindruckende Naturschauspiel war deutschlandweit, besonders gut aber in Baden-Württemberg zu sehen.

Ein außergewöhnliches Naturschauspiel hat in der Nacht zum Dienstag (20. Januar) den Himmel über Deutschland erleuchtet. Ein geomagnetischer Sonnensturm sorgte für beeindruckende Polarlichter, die dank ihrer Intensität bis in die Alpen sichtbar waren. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigte, dass eine starke Sonneneruption für dieses seltene Phänomen verantwortlich war.

Sichtbarkeit und Beobachtungen

Die Polarlichter waren in weiten Teilen Deutschlands zu beobachten. In Baden-Württemberg wurden sie besonders gut in der Region Freiburg über 500 Meter Höhe, im Schwarzwald, auf der Schwäbischen Alb sowie im Bereich Stuttgart und Hohenlohe gesichtet. Auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sorgten die Polarlichter für ein beeindruckendes Himmelsspektakel.

Carolin Liefke, stellvertretende Leiterin am Haus der Astronomie in Heidelberg, beschrieb das Phänomen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa): "Man hat sehr intensive Farben gesehen, das war sehr eindrucksvoll". Die Polarlichter zeigten sowohl grüne als auch rote Farbtöne.

DWD-Meteorologe Kai-Uwe Nerding betonte die Seltenheit des Ereignisses: "In der Ausprägung, wie in der letzten Nacht, war es ein seltenes Ereignis. Es war bis in die Alpen sichtbar." Zwischen 22 Uhr und etwa 23:15 Uhr wurden deutschlandweit zahlreiche Polarlichter-Meldungen registriert – allein für Baden-Württemberg gab es 200 solcher Meldungen über die Warnwetter-App des DWD.

Die wolkenlose Wetterlage begünstigte die Sichtbarkeit der Polarlichter in vielen Regionen Deutschlands.

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Meteorologe: "Stärkere Eruption der Sonne"

"Wir hatten eine stärkere Eruption der Sonne und die ist jetzt bei uns angekommen", erklärte DWD-Meteorologe Markus Bayer gegenüber der dpa. Die bei der Eruption freigesetzten Teilchen wurden vom Erdmagnetfeld in Richtung der Pole gelenkt und drangen in die Erdatmosphäre ein. In den oberen Schichten der Atmosphäre trafen diese geladenen Teilchen auf Luftmoleküle und regten diese zum Leuchten an.

Besonders bemerkenswert: Die Eruptionswolke der Sonne legte die Strecke zwischen Sonne und Erde in nur etwa 25 Stunden zurück, wie die Astronomie-Plattform "Spaceweather" berichtete. Dies sei extrem schnell, da eine solche Wolke normalerweise drei bis vier Tage für diese Strecke benötige.

Intensität und Auswirkungen

Der geomagnetische Sturm erreichte am Montagabend (19. Januar) die zweithöchste Stufe G4, wie die US-Atmosphärenbehörde Noaa mitteilte. Bei dieser Stärke können unter anderem Auswirkungen auf Satelliten auftreten und sogar das GPS-System ausfallen.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen

Nachrichtenagentur dpa

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