Protest gegen Sony
PlayStation-Blackout: Widerstand gegen das Disc-Aus
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von Claudia Scheele:newstime
Gaming-Boom hält in Deutschland an
Videoclip • 01:36 Min • Ab 12
PlayStation-Nutzer:innen schalten ihre Konsolen bis zum 30. August aus. Mit dem Boykott protestieren sie gegen Sonys geplanten Abschied von physischen Spielen ab 2028.
Das Wichtigste in Kürze
Beim PlayStation-Blackout sollen Nutzer:innen ihre Konsolen vom 23. bis 30. August 2026 ausschalten oder sich abmelden.
Hintergrund ist Sonys geplanter Verzicht auf Discs für neue PlayStation-Spiele ab Januar 2028.
Sony sieht laut Finanzchef Lin Tao bisher "keine Auswirkungen auf unser Geschäft", ob der Protest daran etwas ändert, bleibt offen.
Der angekündigte PlayStation-Blackout hat begonnen. Die Initiator:innen rufen Nutzer:innen dazu auf, ihre Konsolen vom 23. bis zum 30. August 2026 vollständig vom Stromnetz zu trennen oder sich abzumelden. In dieser Zeit sollen sie weder spielen noch sich einloggen oder im PlayStation Store einkaufen.
Mit der Aktion wollen die Organisator:innen gegen Sonys geplante Umstellung auf digitale Spiele protestieren. Nach Angaben von "Eurogamer" und "XDynasty" soll die Produktion physischer Spielediscs für neue PlayStation-Titel ab Januar 2028 eingestellt werden. Bereits veröffentlichte Spiele sowie Titel, die bis dahin noch auf Disc erscheinen, sollen davon nicht betroffen sein.
Boykott soll aktive Nutzerzahlen drücken
Die Initiator:innen setzen darauf, dass ein mehrtägiger Rückgang der aktiven Konsolen-Nutzung für Sony sichtbar wird. Der Konzern zählt laut seinem jüngsten Finanzbericht rund 125 Millionen monatlich aktive Spieler:innen. Diese Kennzahl ist für Unternehmen und Investor:innen ein wichtiger Hinweis auf die Nutzung des PlayStation-Ökosystems.
Ob der Blackout tatsächlich groß genug ist, um die Zahlen spürbar zu beeinflussen, bleibt allerdings offen. Von außen lässt sich nicht überprüfen, wie viele Menschen sich beteiligen und ob sie die Aktion über den gesamten Zeitraum durchhalten. Zudem fällt der Protest zeitlich mit der Gamescom zusammen, wodurch viele Spieler:innen ohnehin weniger zu Hause spielen könnten.
Sony sieht bisher keine Folgen
Sony hat seine Pläne zur Einstellung neuer Disc-Spiele bislang nicht zurückgenommen. Der Konzern will neue Titel künftig sowohl über den PlayStation Store als auch über Händler:innen in digitaler Form anbieten. Für Fans, die Spiele sammeln, weiterverkaufen oder unabhängig von Online-Shops nutzen möchten, ist diese Entwicklung ein erheblicher Einschnitt.
Finanzchef Lin Tao zeigte sich laut "Eurogamer" zuletzt jedoch unbeeindruckt von möglichen Boykotten oder Kündigungen von PlayStation-Plus-Abos. Sony spüre derzeit keine Auswirkungen auf das Geschäft, sagte er laut Bericht. Ob sich diese Einschätzung nach dem Ende der Protestwoche ändert, ist bisher nicht absehbar.
Auch in den News:
Kritik kommt auch von PlayStation-Fans
In sozialen Netzwerken wird die Aktion unterschiedlich bewertet. Einige Nutzer:innen unterstützen den Aufruf und wollen ihre Konsolen über eine Woche lang ausgeschaltet lassen. Andere bezweifeln, dass ein zeitlich begrenzter Boykott den japanischen Konzern zum Umdenken bewegen kann. Manche kündigten sogar an, während des Zeitraums besonders viel zu spielen oder zusätzliche Spiele zu kaufen.
Auch Entwickler:innen und Branchenkenner:innen diskutieren die Folgen des Disc-Aus. Befürworter:innen digitaler Spiele erwarten geringere Produktions- und Vertriebskosten. Kritiker:innen befürchten dagegen eine höhere Abhängigkeit vom PlayStation Store, weniger Besitzrechte und den Verlust einer wichtigen Möglichkeit, Spiele gebraucht zu kaufen oder weiterzuverkaufen. Der Blackout soll Sony deshalb vor allem ein öffentliches Signal senden. Ob daraus wirtschaftlicher Druck entsteht, dürfte sich erst nach der Auswertung der Nutzerzahlen zeigen.
Verwendete Quellen:
Eurogamer: "PS5-Protest gestartet: Spieler ziehen aus Wut auf Sony den Stecker"
XDynasty: "PlayStation 5: Blackout beginnt heute und soll Sony ein deutliches Signal senden"
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