Sensation
Owen Ansah gewinnt EM-Bronze über 100 Meter – doch Medaille noch nicht endgültig sicher
Veröffentlicht:
von Sophie Anzer:newstime
Deutscher Sprinter holt erste 100-Meter-Medaille seit 40 Jahren
Videoclip • 01:40 Min • Ab 12
Owen Ansah hat bei den Europameisterschaften in Birmingham Bronze über 100 Meter gewonnen. Der deutsche Sprinter lief 10,19 Sekunden und musste sich nur zwei Briten geschlagen geben. Überschattet wird der Erfolg allerdings von einem laufenden Dopingverfahren.
Ansah läuft in Birmingham zur Medaille
Owen Ansah hat bei den Europameisterschaften in Birmingham für einen deutschen Erfolg über 100 Meter gesorgt. Der Rekordhalter des Hamburger SV sprintete im Finale in 10,19 Sekunden auf den dritten Platz. Nur die Briten Romell Glave und Jeremiah Azu waren schneller. Titelverteidiger Marcell Jacobs aus Italien konnte das Finale verletzungsbedingt nicht beenden.
Für Ansah ist es die erste EM-Medaille über die 100 Meter. "Ich bin mega happy", sagte der Sprinter nach dem Rennen. Er sei mit dem klaren Ziel nach Birmingham gekommen, das Finale mit einer Medaille zu verlassen.
Auch aus dem deutschen Team gab es viel Anerkennung für den 24-Jährigen. Teamkolleg:innen wie Merlin Hummel und Gina Lückenkemper hoben insbesondere hervor, wie Ansah mit dem Druck rund um das Rennen umgegangen sei.
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Dopingvorwurf überschattet den Erfolg
Noch ist allerdings offen, ob Ansah die Bronzemedaille dauerhaft behalten darf. Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) hat wegen des Vorwurfs, eine Dopingkontrolle verweigert zu haben, eine vierjährige Sperre vorgeschlagen. Ansah weist den Vorwurf zurück.
Nach seiner Darstellung habe er vor der Abreise zu einem Meeting in Monaco unter erheblichem Zeitdruck gestanden und kurz zuvor die Toilette benutzt. Deshalb habe er nicht unmittelbar eine Probe abgeben können. Eine Kontrolle habe er nach eigener Aussage jedoch zu keinem Zeitpunkt grundsätzlich verweigert.
Derzeit ist Ansah nicht suspendiert und darf deshalb bei der EM antreten. Auf die 200 Meter geht er am Donnerstag (13. August) ebenfalls an den Start. Auf die Staffel verzichtet er hingegen.
Sollte es später zu einer Sperre kommen, könnte ihm die 100-Meter-Medaille wieder aberkannt werden. Ansah selbst will sich davon nicht ablenken lassen. Er könne nur beeinflussen, wie schnell er auf der Bahn sei, sagte der Sprinter. Für die 200 Meter rechnet er sich entsprechend ebenfalls gute Chancen aus.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
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