Ausfälle im Bahnverkehr

Nach Zugunglücken: Jetzt streiken Spaniens Lokführer

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

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Spanien: Trauermesse nach Zugunglück (30. Januar)

Videoclip • 01:30 Min • Ab 12


Die Lokführer:innen fordern mehr Sicherheit und Klarheit in Krisensituationen: Nach zwei schweren Zugunglücken wird Spaniens Schiene bestreikt.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Spanien streiken die Lokführer:innen – der Bahnverkehr ist eingeschränkt.

  • Durch gesetzlich vorgeschriebene "Mindestdienste" werden die Streik-Auswirkungen begrenzt.

  • Der Streik erfolgt etwa drei Wochen nach zwei tragischen Zugunglücken in Andalusien und Katalonien.

Nach zwei schweren Zugunglücken in Spanien, bei denen insgesamt 47 Menschen ums Leben kamen, sind die Lokführer:innen in einen dreitägigen Streik getreten. Die Gewerkschaften fordern Investitionen in die Sicherheit der Schiene und klare Regelungen für Krisensituationen wie Unwetter oder Gleisschäden.

"Mindestdienste" beschränken Streik-Auswirkung

Der Streik betrifft Hunderte Fernzüge sowie zahlreiche Nahverkehrs- und Güterzüge, die ausfallen könnten. In Katalonien, wo der Nahverkehr ohnehin für seine Unzuverlässigkeit bekannt ist, wurden am Montagmorgen (9. Februar) mehr Verspätungen als üblich gemeldet, wie die Zeitung "La Vanguardia" berichtete.

Die Auswirkungen des Streiks werden jedoch durch gesetzlich vorgeschriebene "Mindestdienste" begrenzt. Das spanische Verkehrsministerium hat angeordnet, dass bis zu 73 Prozent der landesweiten Fernzüge weiterhin verkehren müssen. Für Nah- und Regionalzüge wurden laut staatlicher Bahngesellschaft Renfe niedrigere Mindestdienste festgelegt.

Diese gesetzliche Regelung erlaubt jeweils nur einem Teil der Beschäftigten, gleichzeitig die Arbeit niederzulegen, was die Auswirkungen des Streiks abmildert.

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Zug-Dramen in Andalusien und Katalonien

Der Streik erfolgt etwa drei Wochen nach zwei verheerenden Zugunglücken:

  1. Am 18. Januar kollidierten in Andalusien zwei in entgegengesetzte Richtungen fahrende Hochgeschwindigkeitszüge. Dabei kamen 46 Menschen ums Leben und über 120 wurden verletzt. Als wahrscheinliche Unfallursache wird ein Schienenbruch vermutet.

  2. Nur zwei Tage später, am 20. Januar, krachte ein Nahverkehrszug bei Barcelona in die Trümmer einer Stützmauer, die auf die Gleise gestürzt war. Bei diesem Unfall kam der Zugführer ums Leben, Dutzende Passagiere wurden verletzt.

Um ähnliche Unfälle in Zukunft zu verhindern, fordern die Lokführergewerkschaften nun mehr Sicherheitsmaßnahmen sowie ein besseres Krisenmanagement.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen

Nachrichtenagentur dpa

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