Dreimal Sommeranfang

Meteorologischer Sommeranfang: Ist jetzt offiziell Sommer?

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

:newstime

Wann beginnt der Sommer eigentlich wirklich?

Videoclip • 01:12 Min • Ab 12


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Für Meteorolog:innen steht der Tag, an dem der Sommer beginnt, jedes Jahr fest. Für den kalendarischen Sommeranfang muss die Sonne hingegen ihren nördlichsten Punkt über der Erde erreichen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach meteorologischer Zeitrechnung hat der Sommer zum 1. Juni begonnen.

  • Der kalendarische Sommeranfang ist hingegen erst am 21. Juni.

  • Beim Phänologischen Kalender richten sich die Jahreszeiten nach der Entwicklung der Natur.

Ob an Badeseen, in Freibädern oder Parks - viele Menschen zog es bei sommerlichen Temperaturen in den vergangenen Tagen schon nach draußen. Pünktlich zum Start in den meteorologischen Sommer zeigt sich das Wetter nun eher wechselhaft.

Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes ist das aber nicht  ungewöhnlich: "In den letzten Jahren waren wir schon immer im Mai relativ sonnen- und vor allem wärmeverwöhnt", sagte Hickmann. Unbeständiges Wetter sei zu dieser Zeit aber normal.

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Der Termin steht immer fest

Der Termin für den meteorologischen Sommeranfang steht immer fest. Um bei Statistiken ganze Monatswerte vergleichen zu können, beginnen die Jahreszeiten in der Meteorologie am Anfang der Monate März, Juni, September und Dezember.

Da der Sommer nach dieser Lesart am 1. Juni beginnt, sind die Sommermonate nach meteorologischer Definition Juni, Juli und August.

Der astronomische oder kalendarische Sommerbeginn ist in diesem Jahr hingegen am 21. Juni, wenn die Sonne ihren nördlichsten Punkt über der Erde und am Mittag ihren höchsten Stand des Jahres erreicht. Da die Erdumlaufbahn und die Länge des Jahres nicht ganz übereinstimmen, schwankt der Zeitpunkt jedes Jahr etwas.

Der Tag ist der längste Tag des Jahres und wird als Sommersonnenwende an vielen Orten gefeiert.

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Der Phänologische Kalender

Viel seltener wird über den Phänologischen Kalender gesprochen - die Jahreseinteilung nach Erscheinungen in der Pflanzenwelt. Dabei liegen die Jahreszeiten nicht auf den Tag genau fest, sondern richten sich danach, wie entwickelt die Natur ist.

Ob der Frühsommer begonnen hat, ist im Phänologischen Kalender beispielsweise daran zu erkennen, ob der Holunder blüht, ebenso wie die Robinie und der Roggen. Im Hochsommer sind es dann die Lindenblüten und die Reife von Johannisbeeren, die die Jahreszeit bestimmen. Die Heideblüte läutet dann den Spätsommer ein, genauso wie unter anderem die Reife früher Obstsorten und der Eberesche.

Laut der Tabelle mit der Statistik der phänologischen Phase "Schwarzer Holunder: Blüh-Beginn" des Deutschen Wetterdienstes gab es die erste Meldung bereits 16. April in Nordrhein-Westfalen. In Teilen Niedersachsens und Mecklenburg-Vorpommerns hat der Holunder dagegen erst in der vergangenen Woche zu blühen begonnen.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

nabu.de: Der Phänologische Kalender

dwd.de: Aktuelle Pflanzenentwicklung

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