Wegen Mücken

Dritter Todesfall: Malaria-Erkrankter aus Frankfurt-Schwanheim verstorben

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Malaria-Alarm am Frankfurter Flughafen

Videoclip • 01:17 Min • Ab 12


Nach Malaria-Infektionen in Frankfurt am Main ist nun ein Bewohner im Stadtteil Schwanheim verstorben. Doch wie kam der Parasit dorthin?

Die Serie tödlicher Malaria-Infektionen im Umfeld des Frankfurter Flughafens reißt nicht ab: Eine an der Tropenkrankheit erkrankte Person aus dem Stadtteil Schwanheim ist verstorben. Das gab die Stadt Frankfurt bekannt. Damit steigt die Zahl der Malaria-Toten in diesem Jahr auf drei.

Der Verstorbene gehörte zu zwei Bewohner:innen Schwanheims, die sich nach Einschätzung des Gesundheitsamts über eine Mücke infizierten, die in einem Flugzeug nach Frankfurt gelangt war. Beide hatten weder ein Malaria-Gebiet bereist noch am Flughafen gearbeitet. Die Behörde hatte erst am Dienstag (15. September) von den beiden Neuerkrankungen berichtet.

Das Gesundheitsamt und die Universitätsmedizin Frankfurt sprachen den Angehörigen des neu Verstorbenen ihr Mitgefühl aus. Seit Anfang der Woche seien keine weiteren Malariafälle gemeldet worden, teilte die Behörde mit.

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Mücken-Monitoring in Flughafennähe

Bereits im Sommer hatte sich die gefährliche Situation am Airport zugespitzt: Sechs Beschäftigte des Flughafen-Betreibers Fraport infizierten sich mit der gefährlichsten Variante der Krankheit, Malaria tropica. Zwei von ihnen überlebten die Infektion nicht.

Die Stadt reagiert auf die besorgniserregende Entwicklung: Das Gesundheitsamt erweitert sein Mücken-Monitoring, das nun auch konkret in Schwanheim durchgeführt wird. Zudem rät die Behörde zu Mückenschutz durch Repellentien und bedeckende Kleidung. In Wohnräumen könne beispielsweise durch Fliegengitter das Risiko eines Stichs minimiert werden.

Die Hotline des Gesundheitsamts wird nach eigenen Angaben rege genutzt – pro Stunde gehen fünf bis zehn Anrufe ein. Die Bürger:innen machten sich Sorgen, es gebe viele Fragen zu Prävention und Mückenschutz.


Frühzeitige Diagnose wichtig

Bei frühzeitiger Diagnose ist Malaria tropica nach Angaben des Gesundheitsamts gut und vollständig behandelbar. Entscheidend sei deshalb, die Möglichkeit einer Infektion früh in Betracht zu ziehen. Neben Fieber können unter anderem Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Magen-Darm-Beschwerden auftreten.

Wer in der Nähe des Flughafens wohnt und entsprechende Beschwerden hat, sollte zeitnah ärztlichen Rat einholen und dabei auf den Wohnort oder einen möglichen Aufenthalt am Flughafen hinweisen. Für Bürger:innen hat das Gesundheitsamt eine Hotline eingerichtet. Sie ist täglich von 9 bis 18 Uhr unter 069 212-30030 erreichbar.


Verwendete Quellen:

Gesundheitsamt Frankfurt am Main

Nachrichtenagentur dpa

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