Betriebsdirektor muss gehen
Machtkampf bei der FIFA: Infantino-Kritiker Lamour muss gehen
Aktualisiert:
von Benedikt Rammer:newstime
FIFA feuert Infantinos Kritiker
Videoclip • 55 Sek • Ab 12
FIFA-Betriebsdirektor Kevin Lamour hatte Präsident Gianni Infantino sowie dessen Investorenpläne zuletzt scharf kritisiert. Jetzt ist Lamour seinen Job los.
Das Wichtigste in Kürze
Betriebsdirektor Kevin Lamour und die FIFA trennen sich.
Zu den Gründen wurden zunächst keine Angaben gemacht.
Lamour hatte sich zuletzt deutlich gegen FIFA-Boss Gianni Infantino positioniert.
Nach der Kritik an den Investorenplänen von FIFA-Präsident Gianni Infantino haben sich Betriebsdirektor Kevin Lamour und der Weltfußballverband getrennt. "Die FIFA bestätigt, dass die Arbeitsbeziehung zwischen der FIFA und Kevin Lamour in seiner Funktion als Chief Operating Officer der FIFA am 17. August 2026 beendet wurde", teilte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Der Verband dankte Lamour für seine zweijährige Tätigkeit. Zu den Gründen für das Ende der Zusammenarbeit nannte der FIFA-Sprecher keine Details. Lamour war seit November 2024 als Betriebsdirektor der FIFA und zuvor seit 2007 bei der Europäischen Fußball-Union UEFA tätig.
Lamour: Infantino hat Mitarbeiter hintergangen
Lamour hatte Ende Juli nach Bekanntwerden der Investorenpläne der FIFA schwere Vorwürfe gegen Infantino erhoben. Infantino habe die Mitarbeiter:innen hintergangen. Sie hätten Besseres verdient als Missachtung und Einschüchterung, hatte es in einem Schreiben Lamours, das der US-Nachrichtenagentur Associated Press vorlag, geheißen.
Die Pläne sahen vor, dass der Weltfußballverband Anteile an der Weltmeisterschaft privaten Investoren zugänglich macht. Nach Kritik von mehreren kontinentalen Verbänden wie der UEFA nahm die FIFA Abstand von den milliardenschweren Investorenplänen.
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Lamour forderte sogar indirekt Konsequenzen. "Nicht nur darf dieses Projekt nicht weitergehen. Aber die Zeit ist nun gekommen, dass sich die politischen Entscheidungsträger im Fußball die richtigen Fragen stellen und die richtigen Entscheidungen treffen", hatte er erklärt.
Der französisch-schweizerische Staatsangehörige sagte außerdem, er sei bereit, wegen seiner öffentlichen Äußerungen seinen Job zu verlieren. "Wenn das bedeutet, dass ich meinen Job verliere, dann sei es so", hieß es weiter in seiner Erklärung.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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