Großfahndung nach Schülerin

Lisa (13) aus Berlin vermisst: Polizei befürchtet Kapitalverbrechen

Veröffentlicht:

von Joachim Vonderthann

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So arbeitet die Polizei in Deutschland

Videoclip • 01:46 Min • Ab 12


Seit ihrem Verschwinden sucht die Polizei in Berlin-Marzahn nach der 13-jährigen Lisa T. Die Ermittler gehen inzwischen von einem möglichen Kapitalverbrechen aus und hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 13-jährige Lisa T. wird seit Dienstag in Berlin-Marzahn vermisst.

  • Die Polizei geht davon aus, dass sich das Mädchen nicht freiwillig entfernt hat, und ermittelt wegen eines möglichen Kapitalverbrechens.

  • Der Fall erinnert an den ungeklärten Fall von Rebecca, ebenfalls aus Berlin.

Die Polizei sucht in Berlin-Marzahn weiter nach der 13-jährigen Schülerin Lisa T. Ermittelt wird inzwischen wegen des Verdachts auf ein Kapitalverbrechen. Die Polizei war am Samstag mit mehr als 140 Einsatzkräften der Einsatzhundertschaft und der Mordkommission im Bereich Marzahn-Hellersdorf unterwegs.

In Berlin-Marzahn wird weiter die 13-jährige Lisa vermisst. Inzwischen geht die Polizei von einem Verbrechen aus.

Bild: Fabian Sommer/dpa


Verzweifelte Suche nach 13-jähriger Lisa aus Berlin-Marzahn

Die Mordkommissionen des Landeskriminalamts gehen laut Staatsanwaltschaft davon aus, dass sich das Mädchen nicht freiwillig aus seinem häuslichen Umfeld entfernt hat. Hinweise darauf, dass sie sich ihrem sozialen und familiären Umfeld entziehen wolle, gebe es nicht. "Es bestehen weiterhin Anhaltspunkte für ein Verbrechen", sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Michael Petzold, der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Lisa T. verließ ihr Wohnhaus am Dienstag gegen 7.15 Uhr. Gegen 7.30 Uhr hätte sie vom Barnimplatz aus ihre Schule in der Sella-Hasse-Straße erreichen sollen. Dort kam sie jedoch nie an.

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Viele Hinweise, aber noch kein Durchbruch

Nach dem Zeugenaufruf der Polizei sind viele Menschen dem Aufruf gefolgt. "Wir haben eine Menge Hinweise bekommen, glücklicherweise", sagte Polizeisprecher Florian Nath. "Aber es hat bisher noch keinen Durchbruch gegeben."

Die Einsatzkräfte befragten Anwohner:innen und hängten Plakate aus. Das Wohngebiet sei sehr weiträumig, so Nath. Es gebe dort viele Mehrfamilienhäuser sowie Grünflächen und Parks, weshalb die Suche aufwendig sei. "Wir suchen hier alles ab", betonte der Polizeisprecher.

Großeinsatz mit Hubschrauber und Spürhunden

Die Berliner Polizei hatte die Suche bereits am Freitag gestartet. Rund 220 Polizeibeamt:innen waren im Einsatz, unterstützt von mehreren Einsatzhundertschaften, Mantrailerhunden und einem Polizeihubschrauber. Der Hubschrauber überflog das Wohngebiet mit zahlreichen Plattenbauten und Grünflächen. Auch Spürhunde kamen zum Einsatz.

Die Polizei hatte am Dienstag ein Foto veröffentlicht. Laut Beschreibung ist Lisa T. 1,60 bis 1,65 Meter groß und schlank. Sie ist asiatischstämmig und hat lange dunkle Haare. Zuletzt trug sie eine schwarze Winterjacke, ein graues Oberteil, eine blaue Jeans, weiße Sneaker und einen schwarzen Rucksack.


Erinnerung an den Fall Rebecca

Der Fall erinnert an das Verschwinden der 15-jährigen Rebecca aus dem Stadtteil Britz im Berliner Bezirk Neukölln im Februar 2019. Bis heute wurden weder sie noch ihre Leiche gefunden. Die Polizei hatte in Brandenburg Suchtrupps mit Hunderten Beamten, Hunde, Hubschrauber, Drohnen, Bagger, Boote und Taucher eingesetzt. Handydaten sowie Hunderte von Hinweisen wurden von der Polizei ausgewertet, aber vergeblich.

Die Polizei verdächtigt den Mann von Rebeccas Schwester, sie getötet zu haben. Der Mann bestreitet das. Seine Verteidigung äußerte sich mehrfach auf Anfragen nicht.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagenur dpa

Bild: "Nach Lisas Verschwinden herrscht die Angst"

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