Neue Regel

Kölner Dom wird kostenpflichtig – was Besucher jetzt wissen müssen

Aktualisiert:

von Michael Reimers

Aus finanziellen Gründen führt der Kölner Dom eine neue Maßnahme für Besucher:innen ein. (Symbolbild)

Bild: Christoph Reichwein/dpa


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Ab der zweiten Jahreshälfte müssen Besucher:innen für das Weltkulturerbe zahlen. Das Domkapitel begründet den Schritt mit einem zentralen Argument.

Der Kölner Dom wird kostenpflichtig: Tourist:innen müssen künftig Eintritt zahlen, um die Kathedrale zu betreten. Das gab das Domkapitel laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) auf einer Pressekonferenz bekannt. Die neue Gebühr soll ab der zweiten Jahreshälfte 2026 erhoben werden.

Die Einführung der Eintrittsgebühr ist eine Reaktion auf eine ernste wirtschaftliche Situation. Das Domkapitel stellte fest, dass die gestiegenen Kosten für Pflege, Schutz und den laufenden Betrieb des Doms ohne Eintrittsgelder nicht mehr zu stemmen seien.

Seit 2019 habe der Dom sechs Jahre in Folge Verluste gemacht. Domrendant Clemens van de Ven erklärte: "Wir sind in die Situation gekommen, dass die Reserven des Kölner Doms auf absehbare Zeit aufgebraucht sind." Über viele Jahre habe man die Defizite noch mit Rücklagen aufgefangen, doch diese Möglichkeit bestehe nun nicht mehr.

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Diese Details sind bekannt

Die sogenannte "Besichtigungsgebühr für touristische Besucherinnen und Besucher" gilt für den großen Innenraum des Doms. Kostenlos bleibt der Zugang für:

  • Gottesdienstbesucher:innen und Betende

  • Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins

  • Personen, die Opferlichter anzünden oder zum stillen Gebet in bestimmte Bereiche möchten

Laut Dompropst Guido Assmann machen Tourist:innen etwa 99 Prozent der Dom-Besucher:innen aus. Die genaue Höhe der Gebühr und die Details zu den Kontrollen wollte das Domkapitel zum Zeitpunkt der Ankündigung noch nicht mitteilen. In den kommenden Wochen soll eine Planungsphase weitere Details klären.

Bisher war der große Innenraum des Doms stets kostenlos zugänglich, während bereits für die Schatzkammer und den Aufstieg zur Aussichtsplattform Eintritt verlangt wurde.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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