Fund bei Bauarbeiten

Karlsruhe: 250-Kilo-Bombe entdeckt – Südstadt muss geräumt werden

Veröffentlicht:

von Andrea E.

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500 Bahnreisende im Norden evakuiert

Videoclip • 26 Sek • Ab 12


Gefährlicher Fund in Karlsruhe: Eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe soll noch heute entschärft werden. Teile der Südstadt müssen dafür geräumt werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Karlsruhe wurde eine 250-Kilo-Fliegerbombe gefunden.

  • Teile des Stadtgebiets müssen für die Entschärfung evakuiert werden.

  • Auch der Bahnverkehr dürfte von der Maßnahme betroffen sein.

Ein Bombenfund führt in Karlsruhe zu einer größeren Evakuierung. Teile der Südstadt müssen geräumt werden, nachdem dort eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt wurde. Der Blindgänger amerikanischer Bauart soll im Laufe dieses Tages entschärft werden.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst ist bereits vor Ort. Wie viele Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen, war zunächst ebenso offen wie die Größe des Evakuierungsradius. Zuerst hatte die "Pforzheimer Zeitung" über den Fund berichtet.

Auch in den News:

Karlsruher Bahnverkehr auch betroffen

Entdeckt wurde das Weltkriegsrelikt bei Bauarbeiten. Die Fliegerbombe lag nach Angaben der Stadt in einer Kleingartenanlage. Auch Reisende bleiben voraussichtlich nicht von den Auswirkungen der Evakuierung verschont. Die betroffene Bahnstrecke, die unter anderem von ICE-Zügen genutzt wird, dürfte wahrscheinlich während des Berufsverkehrs ebenfalls beeinträchtigt werden.


Eventuell weitere Blindgänger-Funde möglich

Insgesamt rückten die Fachleute im vergangenen Jahr zu 930 Einsätzen aus, nach 811 Einsätzen im Jahr 2024. Dabei wurden rund 18,8 Tonnen Kampfmittel und Munition eingesammelt. Im Vorjahr waren es 16,6 Tonnen gewesen. Gefunden wurden die Kampfmittel unter anderem auf Baustellen, Privatgrundstücken und in der freien Natur.

Je nach Fundort und Zustand der Weltkriegsrelikte handeln die Behörden sofort. Teilweise sind sofortige Maßnahmen notwendig, in anderen Fällen liegen mehrere Tage zwischen dem Fund und der Evakuierung. Die Zeit wird dann genutzt, um die Räumung vorzubereiten.

Im Zweiten Weltkrieg wurden laut dem Regierungspräsidium Stuttgart rund 1,35 Millionen Tonnen Munition auf das Gebiet des damaligen Deutschen Reichs abgeworfen. Rund 100.000 Tonnen Abwurfmunition entfielen allein auf das heutige Baden-Württemberg. Davon explodierten nach Angaben des Regierungspräsidiums schätzungsweise 10 bis 15 Prozent nicht. Deshalb werden weiterhin zahlreiche Blindgänger in Böden und Gewässern vermutet.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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