Ermittlungen in München
Nach Polizeischuss in München: Verletzter Schüler macht keine Angaben
Veröffentlicht:
von Lisa PeindlAbsperrband und eine Wärmedecke auf einem Gehsteig mit parkenden Autos in der Stadt.
Bild: Felix Hörhager/dpa
Eine Polizeikugel trifft in München einen 14-Jährigen, der mit einer Softair-Waffe unterwegs ist. Wie konnte es dazu kommen? Der Schüler und seine Mutter machen keine Angaben.
Neue Ermittlungen nach Polizeischuss auf 14-Jährigen
Nach dem Polizeischuss auf einen 14-Jährigen in München sind laut der zuständigen Staatsanwaltschaft unter anderem die Begleiterin des Jugendlichen und weitere Zeugen vernommen worden. Der Schüler selbst und seine Mutter machten gegenüber den Ermittlungsbehörden keine Angaben zur Sache, wie die Staatsanwaltschaft München I mitteilte. Die Mediengruppe "Münchner Merkur/tz" hatte darüber berichtet.
Mutter äußerte sich im TV
Die Mutter hatte sich allerdings vor einigen Tagen im Sender München.TV geäußert und berichtet, wie ihr Sohn ihr die Situation geschildert habe: Er habe sich umgedreht und die Lage wahrscheinlich gar nicht richtig erfasst, sagte die Frau. Dann habe ihr Sohn sofort die Arme hochgenommen und gerufen, dass die Waffe ein Spielzeug sei, die Polizisten sollten nicht schießen. Da sei schon der Schuss gefallen.
Unterschiedliche Darstellungen
Laut Polizei soll der Schüler mit türkisch-kurdischer Herkunft aus dem Landkreis Miesbach, der mit einem etwa gleichaltrigen Mädchen unterwegs war, auf offener Straße mit der echt wirkenden Softair-Pistole hantiert haben. Als Zivilbeamte ihn aufgefordert hätten, die Pistole fallen zu lassen, habe er sich mit dieser in der Hand zu den Polizisten umgedreht, erläuterte die Polizei. Daraufhin habe ein Beamter geschossen. Der Jugendliche wurde schwer verletzt.
Zu dem Fall war dann eine anderslautende Darstellung des Kurdischen Zentrums München aufgetaucht. Demnach hatte der Schüler die Waffe bereits niedergelegt, als die Polizei schoss. Laut Polizei handelte es sich um eine Softair-Pistole, die einer echten Beretta Pistole 92, Kaliber neun Millimeter, täuschend ähnlich sah.
Die Staatsanwaltschaft München I prüft zusammen mit dem Bayerischen Landeskriminalamt - wie in solchen Fällen üblich - die Rechtmäßigkeit der polizeilichen Schussabgabe. Es werde aber nicht gegen den Beamten ermittelt, der geschossen hatte, hatte es bei der Polizei geheißen.
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Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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