Besonderheiten des Feiertags

Karfreitag: Bedeutung, Regeln und wer frei hat

Veröffentlicht:

von Benedikt Rammer

Nahaufnahme von einem Kalender für 2026

Bild: picture alliance / CHROMORANGE


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Der Karfreitag zählt zu den bedeutendsten Feiertagen im Christentum. Doch welche Regelungen gelten an diesem Tag? Wer hat frei und was darf man tun oder nicht tun?

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Karfreitag ist ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland und gilt als "stiller Feiertag".

  • Öffentliche Tanzveranstaltungen und laute Feiern sind verboten; private Aktivitäten sind erlaubt.

  • Der Tag erinnert an die Kreuzigung Jesu Christi und wird vor allem von Christ:innen als Trauertag begangen.

Der Karfreitag ist einer der wichtigsten Feiertage für Christ:innen weltweit. Er erinnert an die Kreuzigung Jesu Christi und gilt als Tag der Trauer und Besinnung. Aufgrund seiner religiösen Bedeutung ist der Karfreitag in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag – das heißt, viele Menschen haben frei. Allerdings gibt es Unterschiede, da Feiertagsregelungen in Deutschland von den einzelnen Bundesländern abhängen.

In allen Bundesländern ist der Karfreitag ein sogenannter "stiller Feiertag". Das bedeutet, dass bestimmte Veranstaltungen und Aktivitäten eingeschränkt sind, um die Besinnlichkeit des Tages zu wahren. Besonders betroffen sind Tanzveranstaltungen und laute öffentliche Feiern, die vielerorts verboten sind.

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Wer hat frei und was gilt rechtlich?

Da der Karfreitag ein gesetzlicher Feiertag ist, haben Arbeitnehmer:innen in der Regel frei, sofern sie nicht in Branchen arbeiten, die auch an Feiertagen tätig sind – etwa in Krankenhäusern, der Gastronomie oder im öffentlichen Nahverkehr. Für Schüler:innen bedeutet der Karfreitag ebenfalls einen freien Tag, da er meist in die Osterferien fällt.

Die gesetzlichen Regelungen zum Karfreitag variieren je nach Bundesland. In einigen Regionen gelten strikte Verbote für öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen wie Konzerte oder Sportevents. Dies wird durch das Feiertagsgesetz des jeweiligen Bundeslandes geregelt. Verstöße gegen diese Vorschriften können mit Bußgeldern geahndet werden.


Was darf man am Karfreitag?

Neben den Einschränkungen für öffentliche Veranstaltungen gibt es auch kulturelle und religiöse Bräuche, die den Tag prägen. Traditionell wird der Karfreitag von vielen Christ:innen genutzt, um Gottesdienste zu besuchen oder sich mit der Passionsgeschichte auseinanderzusetzen. Da der Tag ein Fastentag ist, verzichten viele auf Fleisch und Alkohol.

Privat sind jedoch keine Einschränkungen vorgeschrieben. Das bedeutet, dass Menschen ihren Tag zu Hause frei gestalten können – sei es mit einem ruhigen Familienessen oder einem Spaziergang. Allerdings sollten laute Feiern vermieden werden, um den Charakter des stillen Feiertags zu respektieren.

Warum ist der Karfreitag ein Feiertag?

Die Bedeutung des Karfreitags liegt in seiner religiösen Geschichte. Der Tag markiert den Tod Jesu Christi am Kreuz, ein zentraler Punkt des christlichen Glaubens. Daher wird er von vielen als Moment der Trauer und der Hoffnung auf die Auferstehung gefeiert. In Deutschland wurde der Karfreitag aufgrund seiner religiösen Bedeutung bereits im 17. Jahrhundert als gesetzlicher Feiertag eingeführt.

Viele Menschen nutzen den Tag auch zur Reflexion oder zum Innehalten – unabhängig davon, ob sie religiös sind oder nicht. Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit bietet der Karfreitag eine Gelegenheit, sich auf die wichtigen Dinge im Leben zu besinnen.

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