Erste Todesopfer
Influenza geht um: Subvariante K sorgt für heftige Grippewelle
Aktualisiert:
von Jana Wejkum:newstime
"Super-Grippe": Influenza-Variante wütet - erste Tote
Videoclip • 01:18 Min • Ab 12
Die sogenannte "Subklade K" sorgt seit November für eine ungewöhnlich frühe und intensive Grippe-Saison. Warum das so ist und was Expert:innen jetzt raten.
Das Wichtigste in Kürze
Deutschland steckt nach dem Jahreswechsel mitten in einer Grippewelle: Rund fünf Millionen Menschen waren kürzlich an Influenza erkrankt.
Die neue Subvariante K ist zwar nicht gefährlicher, aber ansteckender als gewöhnlich und dominiert deshalb das Infektionsgeschehen.
Der Höhepunkt der Grippe-Saison steht noch bevor, weshalb das RKI bestimmten Personengruppen auch jetzt noch zur Grippeschutzimpfung rät.
Die Grippewelle hat Deutschland im Griff: Rund fünf Millionen Menschen waren in der ersten Januarwoche an einer akuten Atemwegserkrankung (ARE) erkrankt. Das zeigen die Zahlen des GrippeWeb-Wochenberichts des Robert Koch-Instituts (RKI). Seit mehreren Wochen gibt es demnach einen Anstieg der Influenza-Erkrankungen. Mehr als 40 Prozent aller registrierten Atemwegserkrankungen waren zu Jahresbeginn auf Influenza zurückzuführen. Der Grund dafür: die neue Variante Influenza-Subklade K.
Subklade K dominiert Infektionsgeschehen
Wie der MDR berichtet, hat die Zahl neuer Ansteckungen mit Influenza über die Feiertage zwar abgenommen, jedoch ist das Infektionsgeschehen mit knapp 13.900 Ansteckungen zu Jahresbeginn weiterhin hoch.
Hauptverantwortlich dafür ist die Subklade K, die zur Influenza-A-Variante (H3N2) gehört. In den Laboren des RKI fand sich diese Variante in neun von elf untersuchten Proben.
Corona- oder Rhinoviren spielen laut RKI-Analysen in diesem Winter bisher eine untergeordnete Rolle: Sie waren nur in je unter 15 Prozent der Proben enthalten, Influenzaviren hingegen in 43 Prozent.
Auch in den News:
Darum ist die Subvariante so ansteckend
Die Subvariante K führt zwar nicht zu schwereren Krankheitsverläufen, kann sich jedoch besser gegen Antikörper aus vorherigen Grippeinfektionen behaupten. Darum stecken sich vermehrt Menschen an, die bereits in den Vorjahren an Grippe erkrankt waren.
In Sachsen starben 2026 bereits sechs Menschen an der Grippe, in Thüringen zwei. Die Todesopfer aus den beiden Bundesländern waren laut "Merkur" älter als 67 Jahre. Trotzdem seien mittlerweile alle Altersgruppen, vor allem Kleinkinder und Kinder im schulpflichtigen Alter, von den Infektionen betroffen.
Die Grippe-Saison hat 2025/26 bereits früh begonnen, sodass weniger Menschen durch Impfungen geschützt sind. Nach Recherchen des "Merkur" könnte es in den nächsten Wochen zu einem deutlichen Anstieg der Infektionen kommen. Der Höhepunkt der Grippewelle wird im Januar oder Februar erwartet. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gebe es in mehr als der Hälfte Europas derzeit eine intensive, frühe Grippe-Saison. Dennoch betont die WHO: Es gibt keine Anzeichen für eine Pandemie, denn das Krankheitsgeschehen liegt im Normbereich.
Expert:innen raten zur Grippeimpfung
Obwohl die Grippewelle bereits rollt und die Virusvariante resistenter gegen Antikörper ist, schützt eine Impfung vor schweren Krankheitsverläufen. Virolog:innen raten Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören, deshalb auch jetzt noch zur Impfung. Als besonders gefährdet gelten laut RKI:
Menschen ab 60 Jahren und Bewohner von Pflegeeinrichtungen
Schwangere (vor allem ab der 13. Schwangerschaftswoche)
Menschen mit chronischen Krankheiten
Menschen, die mit besonders gefährdeten Personen in einem Haushalt leben
Medizinisches Personal und andere Berufe mit viel Menschenkontakt
Menschen, die viel Kontakt zu Schweinen, Geflügel, Wildvögeln oder Robben haben. (Die Impfung soll verhindern, dass sich neue Virusvarianten bilden, falls es zu einer zeitgleichen Infektion mit Vogelgrippe und normaler Grippe kommt)
Grippeschutzimpfungen werden von Hausärzt:innen und in vielen Apotheken, manchmal auch ohne vorherige Anmeldung, durchgeführt.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Merkur: "'Super-Grippe': Influenza-Variante wütet in Deutschland – erste Todesopfer 2026"
MDR: "Subvariante K: Grippewelle ging während der Feiertage weiter"
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