Großeinsatz der Feuerwehr
Hochhausbrand in Berlin-Friedrichsfelde: Baby stirbt, Mutter und Bruder schwer verletzt
Aktualisiert:
von Jana Wejkum:newstime
Berlin: Kind stirbt bei Hochhausbrand
Videoclip • 23 Sek • Ab 12
Bei einem verheerenden Brand in einem 20-stöckigen Gebäude retten sich 70 Menschen ins Freie. Für ein neunmonatiges Kind kam jede Hilfe zu spät. Weitere Menschen befinden sich im Krankenhaus.
Das Wichtigste in Kürze
Bei einem Brand im Osten Berlins starb ein neun Monate alter Säugling, drei weitere Menschen, darunter dessen Mutter und Bruder, wurden schwer verletzt.
Das Feuer brach im dritten Stock aus und betraf die gesamte Wohnung – der gefährliche Brandrauch breitete sich im Gebäude aus.
20 Wohnungen sind vorerst nicht bewohnbar, sodass einige der Betroffenen anderweitig unterkommen müssen.
Bei einem Brand in einer Wohnung eines Hochhauses in Berlin-Friedrichsfelde ist am Mittwochabend (11. Februar) ein neun Monate alter Säugling gestorben. Wie die Polizei am Donnerstag (12. Februar) mitteilte, befinden sich seine 26-jährige Mutter und sein fünfjähriger Bruder in einem kritischen Zustand.
Die drei Betroffenen wurden laut Feuerwehr bewusstlos im Hausflur der dritten Etage gefunden, in der sich die Brandwohnung befand. Sie wurden auf dem Weg zum Krankenhaus reanimiert. Trotz der Wiederbelebungsmaßnahmen konnte der Säugling nicht gerettet werden.
Bei dem Brand in dem Komplex in der Dolgenseestraße im Bezirk Lichtenberg wurden 70 Menschen von der Feuerwehr aus dem verrauchten Gebäude gerettet oder in Sicherheit gebracht. Drei von ihnen mussten wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.
Rasante Brandentwicklung in Messie-Wohnung
Das Feuer war nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in einer sogenannten Messie-Wohnung im dritten Stock ausgebrochen. Weil sich darin so viele Gegenstände befanden, konnten sich die Flammen rasant ausbreiten. Die Unordnung in der Wohnung habe die Brandbekämpfung erschwert.
Weil ein Portier eines Mehrfamilienhauses gegen 20 Uhr einen Brandmelder in der Wohnung gehört hatte und starken Rauch beobachtete, habe er laut Polizei die Feuerwehr gerufen.
Als die ersten der insgesamt 170 Feuerwehrkräfte eintrafen, brannte die Wohnung bereits vollständig. Aus den Fenstern schlugen Flammen und das Gebäude war verraucht. Der Bewohner der Wohnung hatte sich nach Angaben der Feuerwehr selbst retten können. Laut Polizei wurde der 75-Jährige ins Krankenhaus gebracht. Andere Bewohner:innen schafften es selbst nach draußen oder machten an den Fenstern auf sich aufmerksam.
Auch in den News:
Turnhalle als Notunterkunft
In dem 20-stöckigen Wohnhaus mit mehr als 150 Wohnungen überprüfte die Feuerwehr insgesamt 60 Wohnungen. Es besteht keine Einsturzgefahr. Jedoch gelten 20 Wohnungen vorerst als unbewohnbar. Manche von ihnen sind stark verraucht, andere haben momentan keine Strom- und Wasserversorgung.
Viele Bewohner:innen mussten aufgrund des Brands deshalb zunächst anderswo unterkommen. In einer nahegelegenen Turnhalle wurde in der Nacht eine behelfsmäßige Unterkunft eingerichtet. Der Bezirk bemühe sich darum, Wohnungen und Hostels zu organisieren. Für die Angehörigen der Verletzten war ein Team der psychosozialen Notfallversorgung vor Ort. Zur Ursache des Brands ermittelt die Polizei.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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