Klima

El Niño und die Folgen für Europa: Wie das Wetterphänomen unser Winterwetter verändert

Aktualisiert:

von Michael Reimers

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Ein El Niño steht an - was das für die Welt bedeutet

Videoclip • 01:24 Min • Ab 12


Im Pazifik braut sich der stärkste El Niño seit 155 Jahren zusammen. Was das für den Sommer bedeutet und warum es auch auf den kommenden Winter Auswirkungen ahben könnte.

Im Pazifik hat sich eine gewaltige Warmwasserzone gebildet: Das Klimaphänomen El Niño ist zurück - und das wohl stärker als je zuvor seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1870. So berichtet es die Website "daswetter.com". Mehrere Wettermodelle kommen übereinstimmend zu demselben Ergebnis: Es zeichnet sich ein Super-El-Niño ab. Die Meerestemperaturen könnten bis zu drei, stellenweise sogar vier Grad über dem Durchschnitt liegen.


Super-El-Niño braut sich zusammen

Normalerweise treiben Passatwinde warmes Wasser Richtung Indonesien, während vor Südamerika kühleres Wasser aufsteigt. Bei El Niño gerät dieses System durcheinander: Die Winde schwächen sich ab, das warme Wasser strömt zurück gen Osten. Das löst weltweit eine Kettenreaktion aus – Regenzonen verschieben sich, und auch der Jetstream, der unser Wetter maßgeblich prägt, gerät ins Wanken.

El Niño befeuert die globale Erwärmung zusätzlich. Nach starken El-Niño-Ereignissen folgten in der Vergangenheit fast immer Hitzerekorde. Die aktuellen Hitzewellen gehen zwar nicht auf El Niño zurück, könnten durch ihn aber intensiver ausfallen.

Das Phänomen wirkt sich auch auf den Winter aus: Ein starker El Niño kann den Polarwirbel über der Arktis destabilisieren. Dieser hält normalerweise die Kälte am Nordpol fest. Wird er instabil, kann sie nach Süden vordringen. Erste Langfristmodelle für den Winter 2026/27 deuten genau darauf hin. Kommt zusätzlich eine plötzliche Stratosphärenerwärmung hinzu, drohen Kälteeinbrüche und Schnee bis in tiefe Lagen.

"Eine Winterprognose im Juli ist keine Wettervorhersage, sondern eine Wahrscheinlichkeitsrechnung", schreibt "daswetter.com". "Entscheidend ist der Zeitpunkt. Bricht der Wirbel im Januar zusammen, haben wir gute Karten für Schnee und Frost. Passiert es erst im März, war der Winter längst gelaufen." Auch der Winter 2015/16 folgte auf ein Super-El-Niño und fiel in Deutschland ungewöhnlich mild aus.

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Verwendete Quellen:

daswetter.com: "Stärkster El Niño seit 155 Jahren – Wetterforscher warnt: "Der Winter kippt"

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