Forschern gelingt Coup

Dank Sternenstaub: Mehrere unbekannte Exoplaneten entdeckt

Veröffentlicht:

von Joachim Vonderthann

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Exoplaneten: Ohne Stickstoff und Phosphor kein Leben

Videoclip • 01:12 Min • Ab 12


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Ein neues Verfahren zur Entdeckung von Exoplaneten könnte die Astronomie revolutionieren. Forscher:innen der ESA haben eine Methode entwickelt, die die Trefferquote bei der Suche drastisch erhöht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine neue Methode erhöht die Trefferquote bei der Exoplaneten-Suche um das Acht- bis Zehnfache.

  • 24 neue Exoplaneten wurden in einer aktuellen Studie entdeckt, sieben davon waren bislang gänzlich unbekannt.

  • Weitere Neuentdeckungen sind wahrscheinlich.

Die Suche nach Exoplaneten, also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, war bislang ein langwieriger und aufwändiger Prozess. Wissenschaftler:innen mussten zehntausende Sterne beobachten, um minimale Helligkeitsschwankungen oder Bewegungen zu identifizieren, die auf einen Planeten hindeuten könnten. Doch ein Team von Forschenden unter Leitung von Matthew R. Standing vom European Space Astronomy Centre (ESA) in Madrid hat nun eine bahnbrechende Methode validiert, die diesen Prozess revolutionieren könnte.

Sternenstaub-Wolken helfen der Wissenschaft

Wie das Fachmagazin "Live Science" berichtet, konzentriert sich die neue Methode auf Sterne, die durch Trümmerwolken von extrem nahen Planeten künstlich magnetisch inaktiv erscheinen. Diese Sternenstaub-Wolken entstehen, weil die Strahlung des Zentralsterns die Oberflächen der Planeten verdampft und Schweife aus Gas und Staub hinterlässt. Das Team analysierte im Rahmen des sogenannten Dispersed Matter Planet Project 24 dieser "ruhigen" Sterne mit der bewährten Radialgeschwindigkeitsmethode – und erzielte beeindruckende Ergebnisse.

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Sieben Exoplaneten waren völlig unbekannt

Die Studie, die in den "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society" veröffentlicht wurde und von der t3n.de berichtet, führte zur Entdeckung von 24 Exoplaneten in 14 Systemen. Besonders bemerkenswert sei dabei: Sieben dieser Planeten waren der Wissenschaft bislang völlig unbekannt. Die Trefferquote dieser neuen, gezielten Auswahlmethode ist acht- bis zehnmal höher als bei bisherigen Suchverfahren.

Dieser Effizienzgewinn könnte die Arbeit teurer Instrumente wie dem James-Webb-Weltraumteleskop erheblich erleichtern. Beobachtungszeit ist eine der knappsten Ressourcen in der Astronomie, und jede Methode, die Zeit spart, ist daher von enormem Wert.

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Noch viele weitere Entdeckungen möglich

Ein Nachteil der neuen Herangehensweise besteht jedoch darin, dass sie fast ausschließlich Planeten in extrem engen Umlaufbahnen entdeckt. Diese Himmelskörper sind aufgrund ihrer hohen Temperaturen und der ständigen Zerstörung ihrer Oberfläche für Leben ungeeignet. Dennoch bietet die Methode dem Bericht zufolge enormes Potenzial, um unsere kosmische Nachbarschaft besser zu kartieren.

Laut den Forscher:innen könnten allein im Umkreis von 1.600 Lichtjahren noch etwa 300 weitere Planeten entdeckt werden. "Diese Vorgehensweise könnte helfen, die Suche nach Exoplaneten effizienter zu machen", erklärte Standing gegenüber Live Science.

Das Team plant t3n zufolge bereits die nächsten Untersuchungen, um die Größe der Stichprobe zu erweitern und die statistische Zuverlässigkeit der Ergebnisse zu erhöhen. Sollte sich die Theorie auch im größeren Maßstab bestätigen, könnte diese Methode ein mächtiges Werkzeug für die Astronomie werden. Sie würde dazu beitragen, die vielen weißen Flecken auf den Sternenkarten systematisch zu beseitigen


Verwendete Quellen:

t3n.de: "Sternenstaub als Wegweiser: Forscher finden neue Exoplaneten"

Live Science: "Scientists tracked faint signals from the stars — and may have turned up hundreds of undiscovered planets"

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