Schockmoment bei Länderspiel
Christian Eriksen bricht erneut auf dem Spielfeld zusammen
Veröffentlicht:
von Claudia Scheele:newstime
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Videoclip • 01:47 Min • Ab 12
Große Sorgen um Dänemarks Fußball-Star: Christian Eriksen ist bei einem Länderspiel kollabiert. Der Vorfall weckt sofort dramatische Erinnerungen an die Europameisterschaft im Jahr 2021.
Das Wichtigste in Kürze
Christian Eriksen brach beim Länderspiel gegen die Ukraine in der 65. Minute bewusstlos zusammen, woraufhin die Partie abgebrochen wurde.
Laut Teamarzt Morten Boesen ist der Spieler wieder bei Bewusstsein, stabil und sein Herzschrittmacher funktioniert einwandfrei.
Die sportliche Zukunft des 34-jährigen Wolfsburg-Profis ist nach diesem erneuten gesundheitlichen Rückschlag komplett ungewiss.
Es lief die 65. Minute in der Partie zwischen Dänemark und der Ukraine, als die Fußballwelt für einen kurzen Moment den Atem anhielt. Christian Eriksen brach ohne Fremdeinwirkung auf dem Rasen in Odense zusammen. Sofort eilten Betreuer:innen und Mediziner:innen herbei, um den 34-jährigen Mittelfeldspieler zu versorgen. Das Spiel wurde beim Stand von 2:1 für die dänische Auswahl abgebrochen, da an eine Fortsetzung der Partie nicht mehr zu denken war.
Die Reaktionen auf dem Platz zeigten sofort den Ernst der Lage. Spieler beider Teams formierten schnell einen Sichtschutz um den am Boden liegenden Profi des VfL Wolfsburg, während die Fans im Stadion lautstark seinen Namen riefen. Einige Akteure auf dem Feld konnten ihre Tränen nicht zurückhalten. Zu tief sitzt der Schock aus der Vergangenheit, als Eriksen bei der EM 2021 einen Herzstillstand erlitt und wiederbelebt werden musste.
Erste Entwarnung durch dänische Teamärzte
Dieses Mal gab es jedoch glücklicherweise schneller Zeichen der Hoffnung. Nach einer ersten medizinischen Versorgung auf dem Platz konnte der dänische Nationalspieler eigenständig aufstehen und den Weg zum bereitstehenden Rettungswagen antreten. Begleitet von seiner Ehefrau Sabrina Kvist Jensen wurde er für weitere Diagnosen in eine Klinik transportiert.
Der dänische Fußball-Verband DBU reagierte kurz nach dem Vorfall mit einer ersten Pressemitteilung, um die Öffentlichkeit zu beruhigen. Der dänische Teamarzt Morten Boesen erklärte laut Verbandsmitteilung: "Christian geht es gut. Er hat das Spielfeld aus eigener Kraft verlassen." Nach einer ersten Einschätzung des Mediziners arbeite der eingepflanzte Herzschrittmacher des Profis ohne Probleme. Dennoch betonte Boesen, dass der Mittelfeldakteur "kurzzeitig bewusstlos" war, sich aber rasch wieder erholte.
Große Anteilnahme und emotionale Reaktionen
Der dänische Kapitän Pierre Emile Höjbjerg schilderte die dramatischen Sekunden nach der Auswechslung gegenüber dem Fernsehsender TV2: "Ich drehte mich um und sah, dass Christian gerade zu Boden sank." Er lobte das schnelle und umsichtige Handeln aller Beteiligten auf dem Platz und fügte sichtlich erleichtert hinzu: "Angesichts dessen ist es gut ausgegangen." Dennoch gaben viele Beteiligte zu, dass das Ereignis alte Wunden aufgerissen habe. "Das weckt Erinnerungen", so Höjbjerg weiter.
Auch Nationaltrainer Brian Riemer zeigte sich sichtlich gezeichnet von den Geschehnissen im Stadion. Der 47-jährige Coach, der eine lange gemeinsame Vergangenheit aus England mit Eriksen teilt, äußerte sich tief bewegt: "Ich fühle mich leer." Er kündigte an, den Spieler zeitnah im Krankenhaus besuchen zu wollen, da ihm Eriksen menschlich sehr viel bedeute. Auch der VfL Wolfsburg schickte umgehend Genesungswünsche über die sozialen Netzwerke an seinen Spieler.
Auch in den News:
Ungewisse sportliche Zukunft für den Profi
Der Vorfall wirft unweigerlich Fragen über die Fortsetzung der Karriere des dänischen Rekordnationalspielers auf. Nach seinem schweren Zusammenbruch im Jahr 2021 hatte sich Eriksen mit einem eingesetzten Defibrillator (ICD) zurück in den Profifußball gekämpft. Über die Stationen FC Brentford und Manchester United führte sein Weg im vergangenen Sommer in die deutsche Bundesliga zum VfL Wolfsburg, wo er trotz des späteren Abstiegs zu den Leistungsträgern gehörte.
Nach diesem erneuten medizinischen Zwischenfall müssen die anstehenden Untersuchungen im Krankenhaus Klarheit über die genauen Ursachen bringen. Ob der dänische Spielmacher jemals wieder auf den Fußballplatz zurückkehren wird, bleibt zum aktuellen Zeitpunkt völlig offen. Für das dänische Team, das ohnehin die Qualifikation für die kommende Weltmeisterschaft verpasst hat, steht die Gesundheit ihres Kapitäns nun absolut im Vordergrund.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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