Sanierung

Chemnitzer Wahrzeichen: Konstruktion des Marx-Kopfes wird untersucht

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

Nach mehr als 50 Jahren Standzeit wird die Sanierung des Karl-Marx-Monuments in Chemnitz vorbereitet.

Bild: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa


Das Geheimnis um die Bauweise des legendären "Nischel" in Chemnitz soll bei der anstehenden Sanierung endlich gelöst werden. Im August steht die Öffnung des 40 Tonnen schwere Bronzekopfes von Karl Marx im Stadtzentrum bevor.

Die monumentale Porträtbüste des Philosophen Karl Marx in Chemnitz steht nach mehr als 50 Jahren vor einer Frischekur. In welchem Zustand sich der Innenraum des Denkmals befinde, sei jedoch unklar, informierte die Stadtverwaltung. Am Mittwoch (1. Juli) sollte dem Denkmal deswegen zunächst eine Materialprobe entnommen werden, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Dies sei ein erster Schritt für eine umfangreiche Sanierung.

Der 40 Tonnen schwere Bronze-Kopf des Begründers des Kommunismus gilt als die zweitgrößte Porträtbüste der Welt. Sie wurde vom russischen Bildhauer Lew Kerbel (1917–2003) geschaffen und am 9. Oktober 1971 enthüllt, als Chemnitz noch Karl-Marx-Stadt hieß. Zum Ensemble gehört auch ein Schriftzug mit dem bekannten Marx-Zitat "Proletarier aller Länder, vereinigt euch!", das in mehreren Sprachen am dahinterstehenden Gebäude prangt. Die Büste – umgangssprachlich "Nischel" oder "Kopp" genannt – ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt Chemnitz. Sie ist ein beliebtes Fotomotiv sowie immer wieder Schauplatz für Versammlungen und Kunstaktionen.

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Öffnung des "Nischel" im August geplant

"Obwohl Pläne vorliegen, kann nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden, ob ein Stahlgerüst die Konstruktion trägt oder allein eine Schraubenkonstruktion, wie beim Denkmal "Revolutionäre Matrosen" in Rostock", teilte die Stadtverwaltung mit. "Beide Denkmale stammen aus derselben Werkstatt in der damaligen Sowjetunion."

Die Materialprobe soll einer größeren Öffnung des Monuments im August den Weg ebnen und verhindern, dass dabei Material der Bronzeplatten beschädigt wird. "Erst wenn die Materialzusammensetzung der Nähte und die Auswahl der geeigneten Schweißtechnik feststehen, kann eine Platte am Hinterkopf herausgelöst werden."


Verwendete Quelle:

Nachrichtenagentur dpa

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