Kriminalität

Frankfurt: Pflegerin wegen Mordversuchs angeklagt

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Über 3.200 Euro: Pflegeheim immer teurer

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Um im Nachtdienst nicht gestört zu werden, soll eine Pflegekraft lebenswichtige Überwachungsgeräte bei Wachkoma-Patient:innen einer Senioren-Residenz im Main-Taunus-Kreis abgeschaltet haben. Jetzt steht die 53-Jährige vor Gericht.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat wegen des Verdachts des versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung Anklage gegen eine 53 Jahre alte Angestellte eines Pflegeheims im Main-Taunus-Kreis erhoben. Die Deutsche soll zwischen Mitte und Ende Februar 2025 vier Taten begangen haben, wie die Ermittlungsbehörde mitteilte.

Sie sei als Pflegefachkraft in einer Seniorenresidenz beschäftigt gewesen, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) weiter. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft soll die Frau drei Wachkomapatient:innen ein sogenanntes Pulsoximeter entfernt haben. Dieses Gerät dient zur Überwachung der Sauerstoffsättigung und des Pulses. Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau vor, die Geräte entfernt zu haben, "um während ihrer Nachtschicht nicht durch optische oder akustische Alarmsignale gestört und zu pflegerischen Handlungen veranlasst zu werden".

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Nahm Pflegerin Tod der Patient:innen billigend in Kauf?

Ein Patient habe daraufhin in ein Krankenhaus gebracht werden müssen, die anderen Patient:innen hätten sich teils in einem kritischen Zustand befunden. "Bei allen Fällen soll die Angeschuldigte jeweils den Tod der Patienten zumindest billigend in Kauf genommen haben und ihr soll auch bewusst gewesen sein, dass sich der Zustand der Patienten unmittelbar lebensbedrohlich verändern könnte", schrieb die Staatsanwaltschaft. Das Landgericht Frankfurt muss nun über die Eröffnung eines Hauptverfahrens entscheiden.

Nach früheren Angaben wurde die 53-Jährige im Main-Taunus-Kreis festgenommen. Wo genau, wurde dpa zufolge nicht bekanntgegeben. Sie sitzt seit dem 20. Januar in Untersuchungshaft.


Verwendete Quelle:

Nachrichtenagentur dpa

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