Katastrophenschutz

Chemieunfall: Im Kölner Stadion wird der Ernstfall geprobt

Veröffentlicht:

von Christopher Ferner

17:30 SAT.1 Bayern

Katastrophen-Übung in München: Großeinsatz an der Allianz Arena

Videoclip • 01:19 Min • Ab 12


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Im Kölner Rheinenergie-Stadion wurde der Ernstfall geprobt: Hunderte Einsatzkräfte übten den Umgang mit einer gefährlichen Chemiewolke. Eine neue Einheit soll die Bevölkerung besser vor Katastrophen schützen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Rheinenergie-Stadion probten rund 800 Einsatzkräfte und 400 Kompars:innen den Ernstfall.

  • Das Szenario: Ein Chemieunfall löst eine gefährliche Gaswolke aus.

  • Expert:innen sehen den Katastrophenschutz als nicht ausreichend an: Zu wenig sei in den vergangenen Jahren investiert worden.

Kölner Fußballstadion wird zum Experimentierfeld

Die Heimat des Fußballvereins 1. FC Köln wurde zum Schauplatz einer Bevölkerungsschutzübung. Laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) haben im Rheinenergie-Stadion Hunderte Beteiligte den Ernstfall geprobt. Das fiktive Szenario: In der Nähe des Stadions kommt es zu einem Unfall in der Fabrik eines Pestizidherstellers. Eine Wolke mit gefährlichen Stoffen zieht über die Region, auf die die Einsatzkräfte reagieren müssen. An der Übung beteiligten sich rund 800 Einsatzkräfte sowie etwa 400 Kompars:innen.

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Neue Einheit für den Ernstfall

Im Mittelpunkt stand eine neue Einheit mit dem sperrigen Namen "rescEU-CBRN-DECON". Sie soll ab Ende 2026 bei Gefahren durch chemische, biologische, radiologische oder nukleare Substanzen einsatzbereit sein und wird von der Europäischen Union finanziert.

Die Zusammenarbeit laufe gut, sagte Übungsleiter Nils Jakubeit vom THW der dpa – sowohl bei den Einsatzkräften vor Ort als auch bei der Abstimmung der beteiligten Institutionen im Hintergrund.

Für den Schutz vor Katastrophen und anderen schweren Notlagen sind die Bundesländer und Kommunen zuständig. In schwerwiegenden Fällen können sie beim Bund Katastrophenhilfe anfordern.

Der Katastrophenschutz setzt dabei vor allem auf ehrenamtliche Helfende, wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe betont. Expert:innen sehen den Bevölkerungsschutz in Deutschland jedoch als nicht ausreichend an. In den vergangenen Jahren sei zu wenig investiert worden.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur: dpa

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

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