Organisierte Kriminalität
Brandenburg: Schüsse auf Spätis – Spur führt nach Berlin
Veröffentlicht:
von Claudia Scheele:newstime
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Videoclip • 01:55 Min • Ab 12
Nach Schüssen auf zwei Spätis in Potsdam ermittelt die Polizei wegen Schutzgelderpressung. Die Spur der organisierten Kriminalität führt dabei direkt nach Berlin.
Das Wichtigste in Kürze
Nach Schüssen auf zwei Spätis in Potsdam ermittelt das LKA Brandenburg wegen mutmaßlicher Schutzgelderpressung.
Ein 24-jähriger Verdächtiger wurde in Berlin festgenommen und soll im Auftrag von kriminellen Drahtzieher:innen gehandelt haben.
Die Polizei befürchtet, dass die brutalen Methoden der organisierten Kriminalität aus Berlin nun auf Brandenburg übergreifen.
In der vergangenen Woche fielen in der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam binnen weniger Tage Schüsse auf die Fensterscheiben von zwei Spätis. Nun hat das Landeskriminalamt (LKA) Brandenburg die Ermittlungen zu den mutmaßlichen Hinterleuten aufgenommen. Die Behörden gehen dem Verdacht nach, dass durch die brutalen Taten Geld von den Geschäftsleuten erpresst werden sollte.
Im Zuge der Ermittlungen konnte am Donnerstagabend (16. Juli) ein 24-jähriger Verdächtiger in Berlin festgenommen werden. Dieser sitzt laut der Berliner Staatsanwaltschaft wegen verschiedener mutmaßlicher Schutzgelderpressungen in Untersuchungshaft. Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums erklärte zu der Festnahme: "Wir gehen davon aus, dass er nicht allein, sondern im Auftrag gehandelt hat."
Auch in den Regio News:
Kriminelle Netzwerke breiten sich aus
Für Potsdam ist diese Form der Einschüchterung durch Schusswaffen ein neues Phänomen. Aus Polizeikreisen heißt es jedoch, dass die Methoden krimineller Netzwerke zunehmend auf Brandenburg überschwappen. Die beim LKA eingerichtete Ermittlungsgruppe "Titan" steht daher in engem Austausch mit der Berliner Polizei, um die Strukturen der organisierten Kriminalität aufzudecken.
In der Bundeshauptstadt sorgen gewaltsame Auseinandersetzungen im kriminellen Milieu bereits seit Längerem für Aufsehen. Nach Einschätzung der Polizei werden Revierkämpfe und Konflikte um Schutzgelderpressungen zwischen rivalisierenden Banden immer häufiger mit Waffen ausgetragen.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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