Nahe Bangkok
Blutbad an thailändischer Schule: Neuntklässler erschießt fünf Lehrer und seine Großeltern
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Tote und Verletzte nach Schüssen an Schule nahe Bangkok
Videoclip • 01:12 Min • Ab 12
Ein Amoklauf nahe Bangkok erschüttert Thailand. Der mutmaßliche jugendliche Täter hat mindestens fünf Lehrkräfte getötet und schließlich sich selbst. Über 20 meist junge Menschen wurden verletzt.
Das Wichtigste in Kürze
In einer Schule nahe der thailändischen Hauptstadt Bangkok wurden bei einem Amoklauf mindestens fünf Lehrer:innen getötet.
Der mutmaßliche Täter, ein 14-jähriger Schüler der neunten Klasse, hat wohl zudem seine Großeltern getötet und nach der Tat Suizid begangen.
Der Täter soll an der Schule gemobbt worden sein.
In Thailand ist eine Schule zum blutigen Tatort geworden: An der Debsirin Nonthaburi School in der gleichnamigen Provinz nördlich der thailändischen Hauptstadt Bangkok hat ein Jugendlicher am Freitagmorgen (7. August, Ortszeit) ein Massaker angerichtet. Mindestens fünf Lehrkräfte verloren ihr Leben, mehr als 20 weitere Personen wurden verletzt – viele von ihnen Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren.
Der mutmaßliche Täter, ein Schüler der neunten Klasse, hatte offenbar bereits vor seinem Amoklauf an der Schule zugeschlagen: In der Familienwohnung fanden Ermittler:innen die Leichen seiner Großeltern, bei denen der Junge aufgewachsen war. Mit der gestohlenen Waffe seines Großvaters machte er sich dann auf den Weg zur Bildungseinrichtung.
Auch in den News:
Jugendlicher Täter bringt sich nach der Tat selbst um
Als die ersten Schüsse fielen, brach unter Schüler:innen und Lehrer:innen Panik aus. Polizei, Rettungskräfte und Notärzte rückten mit einem Großaufgebot an und evakuierten das Gebäude. In einem Klassenzimmer entdeckten die Sicherheitskräfte schließlich den leblosen Körper des Jugendlichen – er hatte sich nach der Tat selbst erschossen. In seiner Tasche fanden die Ermittler:innen große Mengen Munition.
Mehr als ein Dutzend Verletzte mussten medizinisch versorgt werden, mehrere von ihnen schweben in Lebensgefahr. Die Behörden kämpften in den Stunden nach dem Angriff noch mit der genauen Erfassung aller Opfer.
Täter soll an Schule gemobbt worden sein
Erste Ermittlungsergebnisse deuten auf folgendes Motiv hin: Der 14-Jährige soll an der Schule systematisch gemobbt worden sein. Mitschüler:innen hätten ihn regelmäßig verspottet und auch körperlich attackiert, zitierte die Zeitung "Khaosod" die zuständigen Behörden.
Der Vater des Täters wird derzeit von der Polizei vernommen. Wie es dem Jugendlichen gelang, an die Waffe seines Großvaters zu gelangen, und warum niemand die Tat verhindern konnte, sind zentrale Fragen der laufenden Untersuchungen.
Ministerpräsident zeigt sich entsetzt
Ministerpräsident Anutin Charnvirakul zeigte sich tief erschüttert. Er sprach den Angehörigen sein Beileid aus und äußerte sein Entsetzen darüber, "dass ein solcher Vorfall in unserem Land passieren konnte". Politiker:innen fordern nun umgehend schärfere Waffengesetze und bessere Sicherheitsmaßnahmen an Bildungseinrichtungen.
Obwohl Schusswaffenangriffe an Schulen mit zahlreichen Toten in Thailand eher ungewöhnlich sind, gab es bereits frühere Vorfälle: 2003 erschoss ein Schüler in der Provinz Nakhon Si Thammarat zwei Mitschüler. Anfang 2026 tötete ein Jugendlicher in der Provinz Songkhla den Schulleiter und verletzte eine Schülerin. Das schwerste Gewaltverbrechen gegen Kinder ereignete sich 2022, als ein ehemaliger Polizist in einer Kindertagesstätte 37 Menschen tötete, darunter 24 Kinder.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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