Spanien
Bizarrer Vorfall am Flughafen von Teneriffa: Senior will mit toter Ehefrau in den Flieger
Veröffentlicht:
von Max StrumbergerEin 80-Jähriger will mit seiner toten Frau im Rollstuhl in den Flieger steigen. Erst beim Check der Sicherheitskräfte fällt auf, dass die Seniorin keine Lebenszeichen mehr zeigt.
Bild: IMAGO/Pond5 Images
Auf Teneriffa sorgt ein makabrer Fall für Fassungslosigkeit: Ein 80-jähriger Mann schiebt seine tote Frau im Rollstuhl bis zur Sicherheitskontrolle. Als eine Beamtin misstrauisch wird, fliegt der Vorfall auf – nun ermittelt die Polizei die genauen Umstände.
Das Wichtigste in Kürze
Bizarrer Vorfall auf Teneriffa: Ein 80-Jähriger soll versucht haben, mit seiner bereits toten Ehefrau im Rollstuhl in ein Flugzeug zu steigen.
Erst an der Sicherheitskontrolle fiel der Verdacht auf.
Anschließend griffen Polizei und Forensiker ein.
Auf Teneriffa beschäftigt ein aufsehenerregender Fall Polizei und Justiz. Ein 80-jähriger Mann ist am Flughafen Teneriffa Süd festgenommen worden, weil er versucht haben soll, gemeinsam mit seiner bereits verstorbenen Ehefrau einen Flug anzutreten. Die Frau saß den Berichten zufolge in einem Rollstuhl, während der Mann sie durch den Sicherheitsbereich schob.
Ersten Schilderungen zufolge fiel der Zustand der Frau einer Sicherheitsmitarbeiterin auf, als der Rollstuhl durch den Metalldetektor geschoben wurde. Die Beamtin habe der Seniorin die Hand gehalten und sofort bemerkt, dass diese ungewöhnlich kalt war. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sei klar gewesen, dass etwas nicht stimme, berichten kanarische Medien.
Polizei und Forensiker rücken an
Polizei, Guardia Civil und forensische Spezialisten wurden hinzugezogen, um den Tod der Frau offiziell festzustellen und Spuren zu sichern. Die Szene habe Passagiere und Personal schockiert zurückgelassen. Der spanische Sender Telecinco fasste die Stimmung in dem Satz zusammen: "Die Kanaren in Schockstarre". Wie es zu der Situation kommen konnte, ist noch unklar.
Parallelen zu einem ähnlichen Fall bei Easyjet
Der 80-Jährige soll angegeben haben, seine Frau sei nur wenige Stunden zuvor im Flughafen verstorben. Zudem berichten Flughafenmitarbeiter, der Mann habe versucht, die Verantwortung für ihren Tod dem Flughafen zuzuschreiben. Ob er seine Ehefrau bereits tot zum Flughafen brachte oder sie tatsächlich erst dort verstarb, ist nun Gegenstand der Ermittlungen und einer rechtsmedizinischen Untersuchung.
Brisant ist der Fall auch, weil er an einen Vorfall vom Dezember erinnert. Damals gelang es in Málaga einer britischen Familie, mit einer toten Frau im Rollstuhl durch den Boardingprozess bis an Bord eines Easyjet-Fluges nach London zu kommen. Erst im Flugzeug bemerkte die Crew, dass die Passagierin keine Lebenszeichen mehr zeigte. Dieser frühere Fall hatte bereits Debatten ausgelöst, ob Kontrollen bei hilfsbedürftigen oder immobilen Passagieren ausreichend sind – die Ereignisse auf Teneriffa verschärfen diese Diskussion nun.
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