Krankheitswelle
RKI meldet: Weniger Atemwegserkrankungen, Grippewelle flacht ab – doch RSV bleibt ein Risiko
Aktualisiert:
von Nadine von Parseval:newstime
Heftige Grippewelle: Impfstoff wird knapp (17. Januar)
Videoclip • 01:52 Min • Ab 12
Die Grippewelle in Deutschland flacht spürbar ab. Doch während Influenza-Fälle zurückgehen, hält sich das RS-Virus hartnäckig. Vor allem für kleine Kinder bleibt die Lage ernst.
Das Wichtigste in Kürze
Die Grippewelle in Deutschland hat ihren Höhepunkt überschritten, die Fallzahlen sinken.
RSV zirkuliert weiterhin auf stabilem Niveau und betrifft besonders kleine Kinder.
Schwere Atemwegsinfektionen gehen insgesamt zurück, bleiben aber auf erhöhtem Stand.
Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet für die achte Kalenderwoche 2026 sinkende Zahlen bei akuten Atemwegserkrankungen. Influenza-Infektionen gehen zurück. Die Gesamtbelastung liegt laut Behörde auf einem "moderaten Niveau". Gleichzeitig zeigt sich ein anderes Virus weiterhin stabil – und sorgt insbesondere bei jungen Patient:innen für erhöhte Aufmerksamkeit.
Nach dem Höhepunkt: Grippefälle sinken spürbar
Der Höhepunkt der diesjährigen Grippewelle ist erreicht. Noch immer infizieren sich Menschen aller Altersgruppen mit Influenza, doch die Dynamik lässt nach.
Nach aktuellen Daten des RKI ist die Zahl akuter Atemwegserkrankungen im Vergleich zur Vorwoche gesunken. Die Aktivität hat sich auf einem "moderaten Niveau" eingependelt.
In Laborproben dominieren weiterhin Influenza-A-Viren. Sie machten zuletzt 32 Prozent der untersuchten positiven Proben aus. Besonders verbreitet ist seit Beginn der Welle Ende 2025 der Subtyp A(H3N2). Deutlich seltener wird A(H1N1)pdm09 nachgewiesen.
RSV zirkuliert weiter – Gefahr für die Jüngsten
Parallel zur abklingenden Grippe bleibt die Lage bei anderen Erregern angespannt. Humane saisonale Coronaviren und das Respiratorische Synzytialvirus (RSV) wurden jeweils in 17 Prozent der positiven Proben festgestellt.
Vor allem RSV zeigt sich hartnäckig. Die Viruslast im Abwasser verharrt auf stabilem Niveau, teils wurde sogar ein leichter Anstieg registriert. Auch die gemeldeten RSV-Fälle stagnierten zuletzt, während Influenza- und Corona-Zahlen weiter sanken. Für Früh- und Neugeborene, Säuglinge sowie Kinder mit chronischen Herz- oder Lungenerkrankungen kann eine RSV-Infektion schwer verlaufen.
In den Kliniken bestätigt sich insgesamt dennoch ein rückläufiger Trend. Schwere akute respiratorische Infektionen (SARI) gehen weiter zurück. Arztbesuche und Hospitalisierungen liegen unter dem Niveau der Vorsaison. Bei stationär behandelten SARI-Fällen entfielen zuletzt rund 30 Prozent auf Influenza, 13 Prozent auf RSV und nur noch ein Prozent auf Covid-19.
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Verwendete Quellen:
Augsburger Allgemeine: "RKI-Zahlen: Grippewelle ebbt ab, doch ein anderes Virus bleibt hartnäckig"
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