Gesundheitsreform

Kassenärzte schlagen Alarm: Wartezeiten für Termine werden deutlich länger

Veröffentlicht:

von Valentin Kronberger

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Kassenärzte: Längere Wartezeit auf Termine

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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung warnt vor künftig noch längeren Wartezeiten auf Arzttermine. Grund dafür ist die erweiterte "Terminmeldepflicht".

Das Wichtigste in Kürze

  • Ärzt:innen müssen ab 2027 ein festes Kontingent an freien Terminen an die Terminservicestelle melden.

  • Die Kassenärztliche Bundesvereinigung warnt, dass dadurch Termine für die eigenen Patient:innen der Praxis fehlen.

  • Durch die Reform werden keine zusätzlichen Arzttermine geschaffen.

Gesetzlich Versicherte müssen oft lange auf einen Arzttermin warten – ab kommendem Jahr sogar noch länger, sagen Kassenärzt:innen. Mehr als 50 Millionen Termine in der ambulanten Versorgung habe die Bundesregierung durch Kürzungen gestrichen, so der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, gegenüber "Bild".

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Ärzt:innen müssen feste Zahl an freien Terminen melden

Bislang konnten Ärzt:innen den Umfang freier Termine, die sie melden, selbst bestimmen, künftig müssen sie jedoch eine feste Zahl an freien Terminen melden. Laut KBV-Chef Gassen führt das nicht dazu, dass Patient:innen schneller an Termine kommen – im Gegenteil.

Eine Praxis hat nur eine begrenzte Zahl an Terminen und muss nun einen Teil davon als freie Termine melden. Diese Termine würden für die eigenen Patient:innen der Praxis fehlen. "Die Terminnot wird sich also weiter verschärfen", sagt Gassen.


Keine zusätzlichen Termine durch die Reform

Neue Termine schafft die Änderung nicht, es ändert sich lediglich, wie bestehende Termine verteilt werden. "Nur wenn mehr Geld für die ambulante Versorgung zur Verfügung steht, wird es mehr Termine geben können", betont Gassen.

Mit der kürzlich vom Bundestag beschlossenen Reform der Notfallversorgung soll die sogenannte "Terminmeldepflicht" erweitert werden. Bisher mussten Vertragsärzt:innen der Terminservicestelle zwar freie Termine melden, konnten den Umfang aber selbst bestimmen. Künftig müssen sie ein festes Kontingent melden. Wie groß es ist, legen die Kassenärztlichen Vereinigungen gemeinsam mit den Krankenkassen fest. Die KBV hatte diese Verschärfung kritisiert.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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