Neun Todesopfer
Privatjet-Absturz in Florida: Tech-Unternehmer Adam Robinson mit Familie unter den Toten
Veröffentlicht:
von Valentin Kronberger:newstime
Privatjet stürzt in Florida ab
Videoclip • 01:32 Min • Ab 12
Ein Privatjet stürzte über einem Wohngebiet in Florida ab – neun Menschen starben bei der Tragödie. Nun sind weitere Details zum Unfallhergang und den Opfern bekannt.
Das Wichtigste in Kürze
Im US-Bundesstaat Florida war ein Privatflugzeug abgestürzt.
Unter den neun Todesopfern befindet sich auch der Tech-Unternehmer Adam Robinson.
Die US-Unfallbehörde teilt mit, wie es zu dem Unfall gekommen sein könnte.
Im US-Bundesstaat Florida war am Sonntag (1. November) ein Privatjet über einem Wohngebiet abgestürzt – alle neun Insassen starben. Jetzt sind weitere Details über die Opfer bekannt geworden, berichtet das Portal "T-Online". Unter ihnen seien der Tech-Unternehmer Adam Robinson, seine Ehefrau und ihre beiden kleinen Kinder.
Demnach teilten Angehörige auf Facebook mit, dass Robinson und seine Frau Helen Sharp mit ihren beiden Kindern im Alter von vier und zwei Jahren an Bord gewesen seien. Robinson sei Gründer und Tech-Unternehmer gewesen, unter anderem bei der Marketingfirma Retention.com, so "T-Online". Seine Frau Sharp habe in der Öffentlichkeitsarbeit und als Keramikkünstlerin gearbeitet.
Auch in den News:
Robinson wollte mit Familie und Freunden in den Urlaub
Bei dem tragischen Flugzeugabsturz sollen auch die Kinderbetreuerin Anita Maria Cetina sowie das befreundete Ehepaar Rachael Reed und Charmi Fehr gestorben sein, heißt es weiter. Die Reisegruppe sei für einen einwöchigen Urlaub auf den Bahamas anlässlich Robinsons Geburtstags unterwegs gewesen.
Geflogen worden sei der Privatjet den Angaben nach von dem 55-jährigen Piloten Jeff Gregory und seiner erst 20 Jahre alten Co-Pilotin Nathalia Gadelha Filgueiras. Sie habe ihren Pilotenschein bereits mit 17 Jahren gemacht – noch vor ihrem Autoführerschein. Ihr Traum sei es gewesen, eines Tages für eine große Fluggesellschaft zu fliegen.
Die Mutter von Filgueiras habe der "New York Post" gesagt, sie habe immer befürchtet, dass ihre Tochter eines Tages bei einem Flug ums Leben kommen könnte. "Ich weiß, wenn sie sich eine Art des Sterbens hätte aussuchen können, wäre das ihre Wahl gewesen, aber ich wollte nicht, dass es so früh geschieht", sagte sie demnach.
Privatjet war unweit von Trumps Residenz abgestürzt
Am Sonntagmittag war der Learjet 60 über einem Wohngebiet nahe Cresthaven im Bezirk Palm Beach in Florida abgestürzt, nicht weit von Trumps Residenz Mar-a-Lago. Die Maschine war in Austin (Texas) gestartet und sollte zum North Eleuthera Airport auf den Bahamas fliegen. US-Medien berichteten unter Berufung auf Audiomitschnitte, dass die Pilotin per "Mayday" einen Notfall gemeldet hatte.
Sie habe angegeben, dass das Flugzeug sehr schnell an Höhe verliere, zuletzt rund 6.000 Meter pro Minute, und dass ein Absturz nicht mehr zu verhindern sei. Videos aus sozialen Medien zeigen, wie die Maschine fast senkrecht vom Himmel fiel und am Boden in einem riesigen Feuerball explodierte. Dabei entstand ein großer Krater in der Straße. Laut "ABC News" erlitt dabei ein Autofahrer, der sich unmittelbar neben der Absturzstelle befand, eine Beinverletzung.
Privatjetabsturz Florida: Mögliche Ursachen
Warum der Learjet abgestürzt ist, ist noch unklar. Die US-Unfallbehörde NTSB konzentriert sich laut dem Fachmagazin "Aviation Week" auf das Wetter in großer Höhe, Vereisung, Turbulenzen und ein mögliches Versagen der Struktur. Gemeint ist damit, dass Teile des Flugzeugs schon in der Luft gebrochen oder abgerissen sein könnten.
Kurz vor dem Absturz hätte die Crew Vereisung und Turbulenzen gemeldet und darum gebeten, höher zu steigen. Weniger als 30 Sekunden später seien ein Mayday-Ruf und die Meldung gefolgt, das Flugzeug sei zu schnell. Laut NTSB gebe es Hinweise, dass die Maschine schon vor dem Aufprall auseinanderzubrechen begann, heißt es weiter. Unklar sei, ob das den Absturz ausgelöst habe oder erst eine Folge des Sturzflugs gewesen sei.
Verwendete Quellen:
T-Online: "Flugzeugabsturz: Tech-CEO und Kinder tot"
Aviation Week: "Icing, Turbulence Possible Factors In Fatal Learjet 60 Crash"
ABC News: "Parents and 2 young children among victims of Learjet crash in Florida, family says"
Nachrichtenagentur dpa
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