Versteckter Betrug

Unbekannte Abbuchung auf deinem Konto? So erkennst du Lastschrift-Betrug

Veröffentlicht:

von Valentin Kronberger

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Betrug mit Fake-Onlinejobs (26. Oktober)

Videoclip • 01:56 Min • Ab 12


Ein ausführlicher Blick auf den Kontoauszug lohnt sich – betrügerische Abbuchungen sind oft versteckt. Worauf du immer achten solltest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Onlinebanking ist es wichtig, Abbuchungen im Detail zu betrachten.

  • Lastschrift-Abbuchungen können über die Bank zurückgeholt werden.

  • Betrüger:innen kommen über Datenlecks oder Phishing an Kontodaten.

Beim Blick auf den Kontoauszug lohnt es sich, genau hinzusehen. Wer beim Onlinebanking nur auf den Kontostand schaut, übersieht womöglich einen Betrug. Wichtig seien laut einem Bericht von NTV die einzelnen Buchungen: Fehlerhafte Abbuchungen, vergessene Abos oder sogar unberechtigte Zahlungen würden oft erst dann auffallen, wenn Verwendungszweck und Buchungsdetails geprüft werden.

Entdeckt man bei sich eine unbekannte Abbuchung, hilft es, die Detailansicht im Onlinebanking zu öffnen. Je nach Bank stehen dort Verwendungszweck, Mandatsreferenz und Gläubiger-Identifikationsnummer. Ein unbekannter Name allein ist allerdings noch kein Hinweis auf Betrug. Statt des Markennamens kann dort auch der juristische Firmenname, ein beauftragter Zahlungsabwickler oder ein Anbieter von Kartenlesegeräten stehen.

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Abbuchungen genau überprüfen

Daher sollten Betrag, Datum, Verwendungszweck, Mandatsreferenz und Gläubiger-ID abgeglichen werden, um eine korrekte Abbuchung zu erkennen. Die Gläubiger-ID zeige, welches Unternehmen die Lastschrift einreicht, und die Mandatsreferenz ordne die Abbuchung dem konkreten SEPA-Lastschriftmandat zu, das Kund:innen erteilen.

Woher haben Betrüger:innen die Kontodaten? Laut der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nutzen die Kriminellen IBAN-Daten, um per Lastschrift Geld von Bankkonten abzubuchen. Demnach sitzen die Betrüger:innen meist im Ausland und treten bei der unberechtigten Lastschrift mit einem fiktiven Unternehmensnamen auf. Die IBAN-Daten hätten sie teilweise gestohlen. Auch aus früheren Vertragsbeziehungen, Datenlecks oder Phishing können die Informationen stammen, so die Verbraucherzentrale.


Vorsicht bei diesen Abbuchungen

Bei unerklärlichen Kleinbeträgen, wiederkehrenden Abbuchungen ohne erkennbaren Vertrag und mehreren ähnlichen Belastungen kurz hintereinander könnte laut NTV ein Betrug vorliegen. Auch bei Lastschriften ohne einen bekannten Vertrag sei Vorsicht geboten. Die BaFin rät, nicht autorisierten Lastschriften schriftlich zu widersprechen und Nachweise für einen angeblichen Vertragsabschluss anzufordern. Zudem könne Anzeige bei der Polizei erstattet werden.

Eine SEPA-Basislastschrift können Verbraucher:innen innerhalb von acht Wochen ohne eine Begründung über ihre Bank zurückholen – fehlte ein gültiges Mandat, seien bis zu 13 Monate nach Abbuchung möglich. Jedoch beende eine Rückbuchung keinen Vertrag, heißt es weiter. Sei die Forderung berechtigt, bleibe sie bestehen, was mögliche Mahnungen oder Zusatzkosten mit sich zieht. Sollte es wiederholt zu unberechtigten Abbuchungen kommen, könnten Kund:innen ihr Konto bei ihrer Bank für Abbuchungen des Unternehmens sperren lassen, so die Verbraucherzentrale.

Wer bei seinen Kontoauszügen auf Nummer sicher gehen möchte, sollte erst die vollständigen Daten prüfen, dann handeln. Der Anbieter sei der erste Ansprechpartner, sofern er im Verwendungszweck genannt werde. Bleibt die Zahlung unerklärlich, rät der NTV-Bericht, schnell die eigene Bank zu informieren. Wichtig: Passwörter, TANs oder Zugangsdaten dürfen dabei niemals an Händler:innen, Zahlungsdienstleister:innen oder angebliche Bankmitarbeiter:innen herausgegeben werden.


Verwendete Quellen:

NTV: "Kontoauszug richtig lesen: Diese Buchungen können auf Betrug hindeuten"

BaFin: "Warnung vor unberechtigten Konto-Abbuchungen"

Verbraucherzentrale: "Falsche Kontoabbuchungen - wo Geld unbemerkt verloren geht"

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