Beliebtes Frühstück
Pestizid-Fund beim Frühstück: Dieses Porridge schneidet im Öko-Test schlecht ab
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von Joachim Vonderthann:newstime
Öko-Test: Beliebtes Frühstücksprodukt rasselt durch
Videoclip • 01:34 Min • Ab 12
Öko-Test hat 19 Instant-Porridges untersucht. Während Bio-Produkte mit Bestnoten glänzen, enttäuscht ein bekanntes Markenprodukt auf der ganzen Linie.
Das Wichtigste in Kürze
Öko-Test bewertet 19 Instant-Porridges – elf Bio-Produkte schneiden mit Bestnoten ab.
Pestizidbelastung bei konventionellen Mischungen sorgt für Kritik.
Ein bekanntes Markenprodukt fällt wegen Pestiziden durch und hat zudem den höchsten Zuckergehalt.
Porridge gilt als gesundes Frühstück, das lange satt macht. Besonders beliebt sind Fertigmischungen, die neben zarten Haferflocken oft auch Trockenfrüchte enthalten. "Öko-Test" hat in der aktuellen Ausgabe (3/2026) insgesamt 19 Instant-Porridges unter die Lupe genommen und dabei teils erhebliche Qualitätsunterschiede festgestellt.
Bio-Porridge kann Öko-Tester überzeugen
Die Tester:innen loben insbesondere die Bio-Produkte, die im Test durchweg mit Bestnoten abschneiden. Elf der getesteten Porridges erhielten das Gesamturteil "sehr gut". Diese Mischungen überzeugten vor allem durch ihre Inhaltsstoffe: Weder Pestizide noch bedenkliche Mineralölbestandteile oder andere problematische Substanzen wurden nachgewiesen.
Zu den Highlights zählt der "Rewe Bio Porridge Beere, Naturland". Mit einem Zuckergehalt von lediglich 8,3 Gramm pro 100 Gramm und einem Preis von 2,99 Euro pro 500 Gramm bietet er nicht nur Qualität, sondern auch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
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Ein Markenprodukt enthält Pestizid-Cocktail
Ein weiteres Produkt, das die Bestnote erhielt, ist der "Mymuesli Bio Wildberry Chia Porridge". Mit einem Preis von 8,69 Euro pro 500 Gramm liegt dieses Porridge im höheren Preissegment. Dennoch überzeugt es durch moderate Zuckerwerte (11,3 Gramm pro 100 Gramm) und hochwertige Zutaten wie Datteln und Beeren.
Neben den positiven Ergebnissen gibt es jedoch auch deutliche Kritik an einigen konventionellen Porridges. Ein Markenprodukt fällt besonders negativ auf: Der "Seitenbacher Frucht Porridge" erhielt die Note "ungenügend". In dieser Mischung wies das Labor insgesamt zehn Pestizide nach, darunter die Fungizide Cyprodinil und Fludioxonil. Beide stehen im Verdacht, das Hormonsystem zu stören. Zusätzlich wurden weitere Stoffe wie Glyphosat und dessen Abbauprodukt AMPA sowie das seit 2020 in der EU verbotene Imidacloprid gefunden. Einige dieser Substanzen gelten als potenziell krebserregend oder reproduktionstoxisch.
"Ein solches Zusammentreffen mehrerer Pestizide in einem Lebensmittel sehen wir kritisch, denn mögliche Wechselwirkungen sind noch nicht ausreichend erforscht", schreiben die Öko-Tester.
Produkte oftmals auch zu zuckerhaltig
Neben den bedenklichen Pestizidspuren kritisieren die Tester:innen auch den verhältnismäßig hohen Zuckergehalt des Seitenbacher-Porridges. Mit 22 Gramm Zucker pro 100 Gramm liegt dieser Wert deutlich über dem der Bio-Produkte. Obwohl der Zuckergehalt keine zusätzliche Noteneinbuße verursacht, fällt das Produkt aufgrund der Pestizidbelastung und der problematischen Inhaltsstoffe insgesamt durch.
Weil Notenabzüge für Zuckergehalte nach einer WHO-Empfehlung von Öko-Test erst ab 25 Prozent vorgenommen werden, kamen alle Produkte darum herum. Die Zuckergehalte bewegten sich in einer Spanne von 3 und 22 Prozent. Dabei handelt es sich nicht nur um Fruchtsüße.
Ein paar Anbieter helfen auch mit Ananassirup, Fruchtsaftkonzentraten, gezuckerten Beerengranulaten oder auch Vollrohrzucker nach. Daher empfiehlt "Öko-Test", beim Kauf einen Blick auf die Nährwerttabelle zu werfen. Oder: "Wer Wert auf eine zuckerarme Ernährung legt, bereitet sein Porridge am besten selbst zu", so Öko-Test-Redakteurin Heike Baier.
Die Testergebnisse im Überblick:
elf Produkte erhielten die Gesamtnote "sehr gut", darunter ausschließlich Bio-Porridges
zwei Produkte schnitten mit der Note "gut" ab
vier Produkte wurden mit "befriedigend" bewertet, darunter drei Bio-Mischungen
ein Produkt erhielt die Note "ausreichend"
ein Produkt fiel mit "ungenügend" durch – betroffen ist das konventionelle Markenprodukt von Seitenbacher.
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