Rauch über NRW

Waldbrand im Hohen Venn: Rauchwolke erreicht Köln, Warn-Apps schlagen Alarm

Veröffentlicht:

von Benedikt Rammer

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Waldbrand: Hoffnung in Belgien

Videoclip • 27 Sek • Ab 12


Die Rauchwolke eines großen Waldbrands im Hohen Venn ist bis nach Köln gezogen. Die Warn-Apps Nina und Katwarn meldeten am Dienstagmorgen Geruchsbelästigung, während in Teilen der Städteregion Aachen deutlich strengere Vorsichtsmaßnahmen gelten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Rauchwolke des Waldbrands im Hohen Venn hat Köln und weitere Teile von NRW erreicht, in Köln besteht  aber keine akute Gesundheitsgefahr.

  • In der Städteregion Aachen ist die Lage ernster, dort gelten teils konkrete Schutzmaßnahmen und Warnungen vor extremer Gefahr.

  • Der Brand im Hohen Venn ist der größte Waldbrand in Belgiens Geschichte und wird durch Trockenheit und wechselnden Wind zusätzlich verschärft.

Die Folgen des Waldbrands im Hohen Venn sind inzwischen weit über die Grenzregion hinaus spürbar. Am Dienstagmorgen (18. August) erreichte die Rauchwolke das Kölner Stadtgebiet. Laut "t-online" warnten die Apps Nina und Katwarn vor einer Geruchsbelästigung. Für Köln wurde dabei betont, dass keine Gesundheitsgefahr bestehe.

Auch in weiteren Teilen der Region wurden ähnliche Warnhinweise veröffentlicht. Betroffen seien unter anderem der Rhein-Sieg-Kreis, der Rhein-Erft-Kreis und der Kreis Düren. In Köln war der Rauchgeruch demnach schon am frühen Morgen deutlich wahrnehmbar. Vielerorts habe es nach verbranntem Holz gerochen.

Höhere Warnstufe nahe der Grenze

Deutlich angespannter ist die Lage in der Städteregion Aachen. In den Kommunen Simmerath, Monschau und Roetgen sollen Anwohner:innen Fenster und Türen geschlossen halten. Zusätzlich gilt im Monschauer Ortsteil Kalterherberg weiterhin eine Warnung vor extremer Gefahr. Dort mussten bereits in den vergangenen Tagen Menschen evakuiert werden.

Der Brand wütet weiterhin nur wenige Hundert Meter hinter der deutschen Grenze. Durch auffrischenden Wind wurden Teile der Asche- und Rauchwolke weiter nach Osten getragen. Das erklärt, warum die Auswirkungen nun auch in Köln und anderen Städten in Nordrhein-Westfalen zu spüren sind.

Größter Waldbrand in Belgiens Geschichte

Laut den belgischen Behörden handelt es sich bei dem Feuer im Moor- und Naturschutzgebiet Hohes Venn um den bislang größten Waldbrand in der Geschichte Belgiens. Demnach brennen rund 3.200 Hektar Wald. Hunderte Einsatzkräfte seien im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen.

Besonders problematisch ist die Wetterlage. "t-online" berichtet von einer möglichen drehenden Windlage, die das Feuer weiter anfachen und zusätzliche Gebiete in Richtung deutsche Grenze bedrohen könnte. Damit bleibt die Lage dynamisch. Für die Einsatzkräfte bedeutet das, dass sie sich auf eine schnelle Veränderung der Bedingungen einstellen müssen.

Auch in den News:

Trockenheit begünstigt Brände

Schon am Wochenende hatte ein anderer Brand im Hürtgenwald Auswirkungen bis nach Köln. Damals lag ein dichter Schleier vor der Sonne, die Luftqualität war spürbar schlechter. Eine Warnung über Nina oder Katwarn blieb in diesem Fall aber aus. Das Feuer im Hürtgenwald sei inzwischen unter Kontrolle gebracht worden.

Als wichtiger Faktor für die aktuelle Brandlage gilt die extreme Trockenheit. Sie habe den Ausbruch der Feuer in den vergangenen Tagen begünstigt, heißt es bei "t-online". Dort wird außerdem berichtet, dass Brände in der Region "nahezu ausschließlich durch Brandstiftung" ausgelöst würden. Im Fall des Hürtgenwalds hat deshalb die Kölner Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache übernommen und bittet die Bevölkerung um Hinweise.


Verwendete Quellen:

t-online: "Riesige Rauchwolke erreicht Köln – Warnung für die Region"

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