Zweimal "ungenügend"

Öko-Test findet Pestizide in Gemüsebrühen

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Öko-Test und Stiftung Warentest im Vergleich

Videoclip • 01:35 Min • Ab 12


Öko-Test hat 27 Gemüsebrühen untersucht und in fast jedem konventionellen Produkt Pestizidrückstände entdeckt. Fünf Brühen rasseln durch. Wer zum Bio-Regal greift, ist deutlich besser bedient.

Viele greifen beim Kochen von Suppen oder Soßen gerne zu Fertig-Gemüsebrühe. Dabei sollte Vorsicht geboten sein: Die Zeitschrift "Öko-Test" hat in ihrer Ausgabe 10/2026 insgesamt 27 Gemüsebrühen untersucht. In fast allen konventionellen Produkten haben die Tester Pestizide gefunden. Fünf Produkte fielen mit "mangelhaft" oder "ungenügend".

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Zwei Produkte erhalten Note "sehr gut"

Besonders kritisch bewertet "Öko-Test" Mehrfachrückstände. Der Grund: Wie verschiedene Pestizide zusammenwirken, ist nach Einschätzung der Tester nicht ausreichend erforscht. Drei Wirkstoffe stuft die Zeitschrift als besonders bedenklich ein: Difenoconazol steht unter Verdacht, Krebs zu begünstigen, Clothianidin und Pyraclostrobin gelten als vermutlich reproduktionstoxisch, können also die Fortpflanzungsfähigkeit schädigen.

Neben Pestiziden bemängelt Öko-Test zwei weitere Punkte: ein zu hoher Salzgehalt von mehr als 0,90 Gramm pro 100 Milliliter zubereiteter Brühe, da dieser zum Ausbruch verschiedener Erkrankungen beitragen kann. Zudem bemängeln die Tester zugesetzte Aromen und Geschmacksverstärker.

Alle 17 Produkte mit Bio-Siegel erreichten mindestens ein "gut". Zwei davon holten sich die Bestnote "sehr gut": Knorr Bio Gemüse Bouillon sowie Rewe Bio Gemüsebrühe mit 20 Prozent Gemüse. Testverlierer sind zwei Produkte mit der schlechtesten Note "ungenügend": Cook! Klare Gemüse-Bouillon mit einem Gemüseanteil von sieben Prozent sowie Knorr Gemüse-Bouillon mit einem Gemüseanteil von 15,6 Prozent.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Öko-Test: "Gemüsebrühe im Test: Einige gleich mehrfach mit Pestiziden belastet"

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