Aber günstiges Produkt überzeugt
Öko-Test bemängelt Schadstoffe in Fußcremes
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
Öko-Test und Stiftung Warentest im Vergleich
Videoclip • 01:35 Min • Ab 12
Gute Fußpflege-Produkte müssen nicht teuer sein. Unter den von "Öko-Test" am besten bewerteten Fußcremes befindet sich auch eine sehr günstige.
Das Wichtigste in Kürze
Das Verbrauchermagazin "Öko-Test" hat Fußcremes und -balsame untersucht.
Von 27 getesteten Produkten wurden 14 mit "sehr gut" bewertet.
Zu den Testsiegern gehört auch ein sehr günstiges Produkt.
Das Verbrauchermagazin "Öko-Test" hat Fußcremes und -balsame auf Schadstoffe analysieren lassen. Sieben der insgesamt 27 untersuchten Produkte haben ein Naturkosmetik-Siegel. Die Preisspanne pro 100 Milliliter bewegte sich zwischen 1,10 Euro und 29 Euro. Das Ergebnis des Test: 14 Produkte schnitten mit der Bestnote ab, teilte "Öko-Test" mit. Kritisiert wurden bei den anderen Fußcremes verschiedene Inhaltsstoffe wie etwa Galaxolid, Teebaumöl, Salicylsäure, PEG-Verbindungen, Chlorphenesin und synthetische Polymere.
Die Produkte waren zur Analyse in spezialisierte Labore geschickt worden, heißt es weiter. Unter den empfehlenswerten Produkten mit Bestnote ist auch ein "sehr gutes" Fußpflegeprodukt, das schon ab 1,10 Euro pro 100 Milliliter im Handel erhältlich ist.
Öko-Test prangert künstlichen Duft und Teebaum-Öl an
Kritisch bewertet wurde von Tester:innen bei einem Produkt Galaxolid. Dieser künstliche Moschusduft steht im Verdacht, das Hormonsystem zu beeinträchtigen. Tierversuche deuten "Öko-Test" zufolge auch auf eine leberschädigende Wirkung. Zudem prüfe die EU-Kommission derzeit eine Einstufung des Duftstoffs als reproduktionstoxisch der Kategorie 1B. Das bedeute, dass er die Fortpflanzung von Menschen schädigen kann, was ein Verbot nach sich ziehen könnte.
Auch Teebaum-Öl wurde als schädlicher inhaltsstoff in einer Flußpflegecreme bemängelt. Der Extrakt aus dem australischen Teebaum ist dem Bericht zufolge schon länger dafür bekannt, dass er allergische Hautreaktionen auslösen könne. Der Ausschuss für Risikobewertung (RAC) der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) habe im November 2023 vorgeschlagen, Teebaum-Öl ebenfalls als reproduktionstoxisch der Kategorie 1B einzustufen, was zu einem Verbot führen könnte.
Auch in den News:
Etliche weitere Schadstoffe in Fußcremes enthalten
Das Verbrauchermagazin moniert zahlreiche weitere Inhaltsstoffe, die nichts in Fußcreme verloren hätten. Dazu zählt etwa das Konservierungsmittel Chlorphenesin, das Hautirritationen verursachen kann. Der Duftstoff Cinnamylalkohol hingegen kann Allergien auslösen. Das Öl Delta-3-Caren gilt ebenfalls als starkes Allergen. Etliche der als Emulgatoren eingesetzten PEG-Verbindungen können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen.
Das Konservierungsmittel Propylparaben steht im Verdacht, wie ein Hormon zu wirken, und erwies sich im Tierversuch als fortpflanzungsgefährdend. Die als Konsverierungsmittel verwendete Salicylsäure ist in der EU als reproduktionstoxisch der Kategorie 2 eingestuft. Silikone und andere synthetische Polymere gelten als biologisch schwer abbaubar und belasten die Umwelt und damit die Artenvielfalt, die Böden und eventuell auch die menschliche Nahrungskette.
Verwendete Quellen:
oekotest.de: "Fußcreme und Fußbalsam: 'Sehr gute' Pflege muss nicht viel kosten"
Nachrichtenagentur dpa
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