Großwetterlage ändert sich

Ungewöhnlich hohe Temperaturen bis Oktober

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Wie der Deutsche Wetterdienst das Wetter berechnet

Videoclip • 01:15 Min • Ab 12


Ein goldener Herbst kündigt sich Wetterprognosen zufolge in den nächsten Tagen und Wochen zumindest in Teilen Deutschland an. Grund dafür ist eine Umstellung der Großwetterlage.

Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland steht Wetterprognosen zufolge ein besonders milder Herbst bevor.

  • Demnach werden bis in den Oktober hinein ungewöhnlich hohe Temperaturen erwartet.

  • Während sich in einigen Regionen der goldene Herbst breit macht, lauert anderswo nasskalter Frühherbst.

In den kommenden Tagen entwickelt sich über dem Atlantik ein Sturmtief, das sich zum Wochenende von Island in Richtung Skandinavien verlagert. Das führt in Deutschland zu einem leicht wechselhaften, aber für die Jahreszeit zu warmen Wetter, meldet das Onlineportal "Wetterprognose Wettervorhersage" Zum Ende der Woche dehnt sich demnach von Spanien über England bis nach Island ein Hoch über dem Atlantik aus und beendet die Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik schlagartig. Gleichzeitig weitet sich das Tief über Skandinavien nach Süden aus und beschert der komplexen Großwetterlage der kommenden Tage einen möglichen Störimpuls über Osteuropa.

Ob in der Folge Deutschland, Österreich und die Schweiz ein nachhaltig stabiles, trockenes und ungewöhnlich warmes Spätsommerwetter erwartet oder ein regnerisches, wechselhaftes Frühherbstwetter, hängt dem Bericht zufolge von der Positionierung der Wettersysteme ab. Die Vorhersage-Modelle berechneten am 17. September teils chaotische Entwicklungen.

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Erst Frühherbst, dann Spätsommer in Deutschland

Zuächst bringt das Sturmtief über Island wechselhaftes Wetter nach Deutschland, heißt es weiter. Es verlagert sich von Donnerstag bis Sonntag in Richtung Skandinavien und beeinflusst das Wetter über Deutschland, wobei der Norden stärker davon betroffen sein wird als der Süden. Der Himmel zeigt sich meist stark bis wechselnd bewölkt und es ist immer wieder mit Schauern zu rechnen. Der Schwerpunkt der Niederschlagsaktivität liegt nördlich einer Linie vom Saarland nach Berlin, wobei in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Niederschläge auch stärker ausfallen können.

Weiter nach Süden sind ebenfalls Niederschläge möglich, so die Prognose. Abseits der Alpen wird jedoch mit keinen nennenswerten Regensummen gerechnet. Der Wind frischt über dem Norden phasenweise stark böig und an den Küsten auch stürmisch auf. Er weht zunächst aus südwestlicher Richtung und dreht am Sonntag nach Westen. Die Temperaturen erreichen 18 bis 22 Grad.


Mitteleuropa gelangt zwischen die Wetter-Fronten

Die Wetterprognose des europäischen Vorhersagemodells besagt, dass sich zum 23. September über England ein Hochdruckgebiet positioniert, das bis zum 24. September zügig nach Osten abkippt und sich rasch nach Nordosten zurückzieht. Hingegen lässt ein Polarwirbel bis zum 27. September unentwegt kalte Luftmassen über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland auf den Atlantik ausströmen, wodurch ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen entsteht.

Diese Tiefdruckdynamik trifft auf das Hoch. Daraus folgt für Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Südwestwetterlage, die zu ungewöhnlich hohen Temperaturen bis Oktober führt. Die warmen Luftmassen lassen die Temperaturen über der Südhälfte Mitteleuropas phasenweise auf mehr als 25 Grad in den sommerlichen Bereich ansteigen. Im äußersten Südwesten sind sogar Temperaturen von 27 Grad möglich.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

wetterprognose-wettervorhersage.de: "Umstellung der Großwetterlage: Frühherbst lauert, goldener Oktober macht sich bereit"

wetter.com: "Großwetterlage Europa: Strömungsfilm, Gewittergefahr, Höchstwerte"

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