Zukunft ungewiss?

Umfrage-Tiefpunkt für Merz: Mehrheit hält seine Kanzlerschaft für gescheitert

Veröffentlicht:

von Valentin Kronberger

:newstime

Warum das Abi-Zeugnis von Merz unter Verschluss bleibt (5. Oktober)

Videoclip • 01:10 Min • Ab 12


Friedrich Merz bleibt unbeliebt. Jetzt sieht die Mehrheit aller Deutschen für ihn keine Zukunft als Kanzler. Besonders in einer Region sieht es für ihn schlecht aus.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Mehrheit der Deutschen hält die Kanzlerschaft von Merz für gescheitert.

  • Einen Nachfolger aus der Union konnten die Befragten nicht bestimmen.

  • Viele sind ebenfalls mit der Koalition aus Union und SPD unzufrieden.

Nach unbeliebten Reformen und gescheiterten Landtagswahlen steckt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) weiter im Umfragetief fest. Nun hält die Mehrheit der Deutschen seine Kanzlerschaft für gescheitert. Dieser Aussage stimmten 48 Prozent der Befragten voll und ganz zu. Weitere 19 Prozent stimmten dem eher zu, wie eine neue Studie zeigt.

Auch in den News:

Merz in Ostdeutschland besonders unbeliebt

Besonders im Osten ist Merz unbeliebt - 80 Prozent halten dort seine Kanzlerschaft laut Umfrage für gescheitert. In den westdeutschen Bundesländern waren es hingegen 64 Prozent der Befragten.

Die repräsentative Umfrage wurde vom Institut Ipsos im Auftrag des "Spiegel" erstellt. Insgesamt wurden von Ende September bis Anfang Oktober rund 2.002 Menschen online befragt.


Kein passender Nachfolger für Merz

Die Befragten waren sich zwar einig, dass sie mit Merz' Kanzlerschaft unzufrieden sind, aber einen klaren Nachfolger konnten sie nicht bestimmen. Zur Auswahl standen CSU-Chef Markus Söder, Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU).

Mit 43 Prozent lag die Kategorie "keiner der genannten" vorn. Von den Politikern schnitt Söder mit 20 Prozent am besten ab. Wüst erreichte 16 Prozent und Dobrindt nur fünf Prozent.


Union und SPD arbeiten schlecht zusammen

Auch die gesamte Koalition aus Union und SPD ist bei den Bürger:innen unbeliebt, so eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur (dpa). 77 Prozent der Befragten sagten, dass die beiden Parteien schlecht zusammenarbeiten. Außerdem glaubte mehr als die Hälfte aller Befragten, dass die Koalition vor der nächsten Bundestagswahl im Jahr 2029 zerbrechen werde.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Mehr entdecken