US-Zwischenwahlen 2026

US-Midterms im Newsticker: Wadephul glaubt an "neue Chance" bei Ukraine-Hilfen

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

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US-Midterms: Demokraten holen Sieg

Videoclip • 02:02 Min • Ab 12


Für die Republikaner und nicht zuletzt Donald Trump bedeuten die Midterms eine historische Niederlage. Die Demokraten sind obenauf. Alle Entwicklungen im Newsticker.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die US-Amerikaner:innen haben gewählt: In beiden Kammern haben die Demokraten die Mehrheit errungen.

  • US-Präsident Donald Trump wird abgestraft – als persönliche Niederlage empfindet er die Zwischenwahlen jedoch nicht.

  • Seine Republikaner mussten unter anderem in Texas eine empfindliche Niederlage hinnehmen.

Jenseits des Atlantiks sind die richtungsweisenden Parlamentswahlen mit einer herben Schlappe für die Republikaner geendet. In beiden Kammern haben die US-Demokraten fortan eine Mehrheit. Für US-Präsident Donald Trump ist es mindestens eine indirekte Beurteilung seiner Regierungsarbeit und eine krachende Niederlage.

Verfolge hier alle Entwicklungen zu den US-Midterms im Newsticker.


+++ Update: 16:34 Uhr +++

Wadephul: "Vielleicht eine neue Chance"

Nach den US-Zwischenwahlen mit dem Triumph der Demokraten äußert Außenminister Johann Wadephul vorsichtig Hoffnung auf neue Bewegung bei der Hilfe für die angegriffene Ukraine. Er sei "eher etwas zuversichtlich, dass es im Kongress jetzt wieder mehr Gespräche auch zwischen beiden Parteien geben wird, was man gemeinsam tun kann, um die Ukraine zu unterstützen", sagte der CDU-Politiker am Rande einer Bundestagssitzung in Berlin.

Im Kongress gebe es sowohl unter Demokraten wie auch unter Republikanern überzeugte Unterstützer der Ukraine, die einen klaren Blick darauf hätten, dass durch den russischen Aggressionskrieg nicht nur die Sicherheit und Freiheit in Europa, sondern auch für die USA bedroht seien. "Vielleicht ist das auch eine neue Chance, an der einen oder anderen Stelle eine neue Initiative zu ergreifen", sagte Wadephul.

Deutschlands Außenminster Wadephul weiß um die Bedeutung der Wahl auch für die Ukraine.

Bild: Katrin Luxenburger/dpa


Zugleich bleibe das Ringen um Kompromisse zentraler Pfeiler deutscher Außen- und Sicherheitspolitik. Es sei hier "schlicht in unserem Interesse, die Risse nie zu groß werden zu lassen". Für Deutschland bedeute der Wahlausgang "sowohl Kontinuität wie Wandel".

Goldpreis profitiert von Midterms

Der Goldpreis ist mit einer Schwäche des Dollar nach den US-Zwischenwahlen kräftig gestiegen. Nach der krachenden Niederlage der Republikanischen Partei von Präsident Donald Trump bei den Midterms geriet der Dollar zu allen anderen Währungen unter Druck. Am Mittwoch kletterte der Euro auf fast 1,13 Dollar, der höchste Stand seit Anfang Oktober. Da Gold auf dem Weltmarkt in der Regel in Dollar gehandelt wird, macht die Kursschwäche das Edelmetall günstiger, was die Nachfrage verstärkt.

+++ Update: 16:17 Uhr +++

US-Korrespondent: "Quittung" für Republikaner

Unsere Social-Media-Managerin Franziska Will hat bei unserem US-Korrespondenten Axel Storm in Washington nachgefragt: Was sind die drei wichtigsten Erkenntnisse der Wahlnacht?

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+++ Update: 14:14 Uhr +++

El-Sayed: "Donald, du kannst mich Senator nennen"

Der bei der Senatswahl in Michigan erfolgreiche Demokrat Abdul El-Sayed ist gleich in seiner Siegesrede wieder auf Konfrontationskurs zu US-Präsident Donald Trump und dessen Vize JD Vance gegangen. Trumps Republikaner hatten den linken Politiker als radikalen "Kommunisten" dargestellt und seinen Namen absichtlich falsch ausgesprochen. "Donald, hör mal, ich weiß, dass du Probleme mit meinem Namen hattest", sagte El-Sayed nun. Sobald Vance ihn im Januar vereidigt habe, "kannst du mich einfach Senator nennen".

Der 42-jährige El-Sayed gewann das Rennen um einen Senatssitz gegen den republikanischen Kandidaten Mike Rogers (63). Er wird damit der erste Muslim im US-Senat sein. Die Wahl in dem nördlichen Bundesstaat galt landesweit als eine der spannendsten – und als Test dafür, ob linke Vertreter der Demokraten in sogenannten Swing States gewinnen können. Damit sind Bundesstaaten gemeint, in denen mal Republikaner, mal Demokraten die Mehrheit holen.

Im Wahlkampf war Abdul El-Sayed ein Feindbild der Republikaner.

Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa


"Wir haben gezeigt, dass in einem Kampf zwischen dem großen Geld und den vielen Menschen die vielen wirklich gewinnen können", sagte El-Sayed. All den Eltern, die Mühe gehabt hätten, zu erklären, warum der Präsident sich offen über jemanden wegen seines Namens oder seiner Art zu beten lustig mache, rief er zu: "Lasst sie morgen wissen, dass die Bösen verloren haben."

Den Vizepräsidenten sprach El-Sayed mit dem arabischen Wort "Habibi" an (in etwa: "Mein Lieber"). "Es liegt eine so köstliche Ironie darin, dass du verfassungsmäßig verpflichtet bist, mich im Januar zu vereidigen", sagte El-Sayed. Vance hatte den demokratischen Kandidaten im Wahlkampf unter anderem als "kleines Wiesel" bezeichnet.

Ein Wahltag der Premieren

Neben El-Sayed haben noch weitere Vertreter:innen von Minderheiten für die Demokraten Ämter errungen. Hier kommen weitere Premieren:

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+++ Update: 13:01 Uhr +++

Beide Kammern in blauer Hand

Die Sitzverteilung im Senat zeigt eine Mehrheit für die Demokraten.

Bild: :newstime


Auch im Repräsentantenhaus haben die Demokraten die Nase vorn.

Bild: :newstime


:newstime LIVE: Was bedeutet das Wahlergebnis?

Über die Ergebnisse der Midterms, die Zukunft Trumps und die Folgen für Deutschland spricht unser Redakteur Simon Traub ab 14 Uhr im kostenlosen Joyn-Livestream mit dem US-Experten Andreas Etges von der LMU München und unserem Redakteur Emre Bölükbasi.


+++ Update: 12:40 Uhr +++

Trump will von Veto-Recht Gebrauch machen

US-Präsident Donald Trump will von seinem Veto-Recht Gebrauch machen, um in seiner restlichen Amtszeit weiter die Politik zu gestalten. Er verfüge über diese "ultimative Macht", erklärte er im Interview mit dem Portal "Politico". Dennoch sprach er auch von einer Zusammenarbeit mit den Demokraten. "Ich will nicht nur für zwei Jahre dasitzen und gegen alles ein Veto einlegen."

Die Midterms-Klatsche der Republikaner erklärte Trump gegenüber der "Politico"-Journalistin Dasha Burns damit, dass die Wähler die zur Wahl stehenden Kandidaten wohl nicht gemocht hätten. Wäre sein Name auf dem Stimmzettel gewesen, hätte man die Wahl "einfach gewonnen", erklärte der US-Präsident.

+++ Update: 12:13 Uhr +++

Demokraten holen auch Nevada

Die Demokraten haben Hochrechnungen zufolge das Gouverneursamt im US-Bundesstaat Nevada erobert. Der demokratische Kandidat Aaron Ford setzte sich gegen den republikanischen Amtsinhaber Joe Lombardo durch, wie die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen berichtete. Beide hatten sich in Umfragen vorab ein enges Rennen geliefert.

Der Demokrat Aaron Ford wird den Republikaner Lombardo in Nevada ablösen.

Bild: Mark J. Terrill/AP/dpa


+++ Update: 11:26 Uhr +++

Erste indigene Gouverneurin: Das ist Deb Haaland

Historisches Wahlergebnis in New Mexico. Erstmals wurde mit Deb Haaland eine Indigene ins Amt der Gouverneurin gewählt. Wir stellen die Demokratin in einem gesonderten Artikel vor:


+++ Update: 11:01 Uhr +++

Demokratin Hobbs siegt in Arizona

Die Demokraten haben bei den US-Zwischenwahlen Hochrechnungen zufolge den Gouverneursposten im Bundesstaat Arizona verteidigt. Die amtierende Gouverneurin Katie Hobbs setzte sich gegen ihren republikanischen Herausforderer Andy Biggs durch und bleibt damit im Amt, wie die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen berichtete.

Hobbs hatte für eine zweite Amtszeit kandidiert. Sie bekleidet das Amt seit 2023, zuvor war die Demokratin Secretary of State von Arizona und damit unter anderem für die Aufsicht über Wahlen zuständig. Davor gehörte sie dem Repräsentantenhaus und dem Senat des Bundesstaates an und war Minderheitsführerin im Staatssenat.

Vor ihrer politischen Laufbahn arbeitete sie jahrelang als Sozialarbeiterin. Trotz regelmäßiger Angriffe von Donald Trump setzte sie im Umgang mit dem US-Präsidenten bislang eher auf einen zurückhaltenden Kurs als auf die direkte Konfrontation.

+++ Update: 9:27 Uhr +++

Trump: Iran-Krieg hatte Einfluss auf Wahlschlappe

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Obama spricht von "deutlicher Botschaft"

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat den klaren Sieg der Demokraten bei den Parlamentswahlen als "deutliche Botschaft" des amerikanischen Volks gewertet. "Sie wollen eine Politik, die Menschen zusammenbringt und nicht auseinandertreibt, und Anführer, die konkrete Lösungen für ihre Probleme anbieten", so Obama in einem Post auf der Online-Plattform X.

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"Diese Regierung ist noch zwei Jahre im Amt, aber unsere Aufgabe ist es jetzt, die Ärmel hochzukrempeln, Veränderungen vorzunehmen, wo immer wir die Macht dazu haben, weiteren Schaden zu verhindern und das Fundament für die Zukunft zu legen."

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama setzt sich weiter für die Demokraten ein.

Bild: Brynn Anderson/AP/dpa


Michigan bleibt blau

Die Demokraten haben bei den US-Wahlen den Gouverneursposten im Bundesstaat Michigan verteidigt. Die Demokratin Jocelyn Benson setzte sich gegen ihren republikanischen Gegenkandidaten John James durch, wie die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen meldete.

Benson war bislang Secretary of State von Michigan und in dieser Funktion unter anderem für die Aufsicht über die Durchführung von Wahlen zuständig. Sie will sich als Gouverneurin für eine bezahlbare Krankenversicherung und erschwingliche Wohnungen, geringere Stromkosten und bessere Bildung einsetzen.

+++ Update: 8:40 Uhr +++

"Blaue Welle": Die aktuelle Sitzverteilung

Die "Blaue Welle" schwappt über die USA. Auf den Grafiken sind die aktuellen Sitzverteilungen (Stand 8:10 Uhr) im Repräsentantenhaus sowie dem Senat zu sehen. In beiden Kammern haben die Demokraten eine Mehrheit.

Bild: :newstime


Bild: :newstime


+++ Update: 8:14 Uhr +++

Demokrat an Republikaner: "Nehmt euch Anwälte"

Deutlicher könnte die Ansage an die Republikaner nicht ausfallen: "Nehmt euch Anwälte", schrieb der demokratische Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus, Robert Garcia, auf der Plattform X.

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Der Demokrat aus Kalifornien erklärte, dass seine Partei ihre neuen Mehrheiten im Senat und im Repräsentantenhaus auch für Untersuchungen gegen US-Präsident und dessen Regierung nutzen will. Garcia sitzt im mächtigen Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses.

+++ Update: 8:04 Uhr +++

Auch Maine geht an die Demokraten

Hochrechnungen zufolge haben die Republikaner auch einen stark umkämpften Senatssitz im Bundesstaat Maine verloren. Senatorin Susan Collins, die fast 30 Jahre in der Kongresskammer saß, unterlag gegen den demokratischen Herausforderer Troy Jackson, wie die Sender CNN und Fox News auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen meldeten.

Collins gab US-Medien zufolge bekannt, sie habe Jackson angerufen, um ihm zu gratulieren und eine reibungslose Amtsübergabe zuzusichern. Collins' Niederlage ist auch eine schwere Schlappe für Präsident Donald Trump.

Der Bundesstaat Maine liegt im vor allem demokratisch geprägten Nordosten der USA. Wichtige Wirtschaftszweige sind unter anderem Fischerei sowie Forst- und Landwirtschaft.

Demokraten jubeln: "Amerika ist zurück"

Nach ihren teils historischen Erfolgen bei den US-Parlamentswahlen haben die Demokraten einen politischen Kurswechsel versprochen. "Amerika ist zurück", rief der demokratische Minderheitsführer im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, vor jubelnden Anhängern. Die Amerikaner hätten deutlich gemacht, dass sie genug von Extremismus und Korruption hätten. Sobald die Demokraten im Januar die Kontrolle über das Parlament übernähmen, wollten sie damit beginnen, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern.

Auch der bisherige demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, feierte den Wahlsieg seiner Partei. "Entgegen allen Erwartungen haben wir Demokraten den Senat gewonnen", sagte er bei einer Pressekonferenz in Washington. Noch im vergangenen Jahr hätten viele über die Vorstellung gelächelt, die Mehrheit zurückzugewinnen. Nun hätten die Wähler den Republikanern eine klare Absage erteilt. "Wir haben zugehört, sie nicht", sagte Schumer. An die Menschen gerichtet versprach er: "Entlastung ist auf dem Weg."

Die Demokraten haben bei Parlamentswahlen die Mehrheit sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus zurückgewonnen, wie US-Medien auf Grundlage von Stimmauszählungen und Wahlbefragungen meldeten.

Schumer dürfte damit künftig Mehrheitsführer im Senat werden. Jeffries könnte als erster Schwarzer in der Geschichte der USA zum Vorsitzenden des Repräsentantenhauses gewählt werden.

Die frühere Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, gratulierte ihm bereits. Die Amerikaner hätten mit ihrer Entscheidung das republikanische Machtmonopol in Washington gebrochen und die Kontrolle über Präsident Trump durch den Kongress wiederhergestellt, erklärte sie.

+++ Update: 7:49 Uhr +++

Was hat die Wähler bewegt?

Unsere Redakteurin Franziska Will hat vor Ort nachgefragt: Was erhoffen sich die US-Amerikaner:innen an der Wahlurne? Welche Themen treiben sie um und was ist ihre Motivation, ihre Stimme abzugeben?

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+++ Update: 7:30 Uhr +++

Trump gratuliert den Demokraten

Trump reagiert auf die eindeutige Niederlage der Republikaner bei den Midterms – und gratuliert den Demokraten. "Nun, ich sage Folgendes: Herzlichen Glückwunsch an die Demokraten. Sie haben gute Arbeit geleistet", so der US-Präsident gegenüber dem Sender Fox News. Lange hätten die Demokraten auf diesen Moment hingearbeitet.

Aus seiner Sicht handelt es sich nicht um eine persönliche Niederlage. "Ich stand nicht auf dem Wahlzettel", sagte er.

+++ Update: 6:45 Uhr +++

Demokratin Haaland als erste indigene Frau zur Gouverneurin gewählt

Die Demokratin Deb Haaland ist Hochrechnungen zufolge als erste indigene Frau in der Geschichte der USA zur Gouverneurin gewählt worden. Haaland setzte sich im Bundesstaat New Mexico gegen den Republikaner Gregg Hull durch, wie die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen berichtete. Ihr Wahlsieg war in Umfragen vorhergesagt worden.

Die 1960 geborene Haaland war zuvor unter anderem zwischen 2021 und 2025 Innenministerin unter US-Präsident Joe Biden - und hatte damit als erste indigene Frau einen Ministerposten in den USA bekleidet.

Als erste Indigene zieht Deb Haaland für die Demokraten ins US-Kabinett ein.

Bild: J. Scott Applewhite/AP/dpa


+++ Update: 6:23 Uhr +++

Trump: Sender Fox News für Niederlagen mitverantwortlich

US-Präsident Donald Trump hat den Sender Fox News mitverantwortlich für die herbe Niederlage der Republikaner bei den Midterms gemacht. Der Sender trage Verantwortung, weil er ständig Demokraten "und Schlimmeres" in den Fokus stelle, meinte er auf seiner Plattform Truth Social. Der Sender Fox News gilt als konservativ und räumt dem Präsidenten wesentlich mehr Sendezeit ein als andere große US-Sender. Über demokratische Kandidaten in entscheidenden Senatsrennen hatte er vor der Wahl überwiegend negativ berichtet.

+++ Update: 05:49 Uhr +++

Trump weist Verantwortung für Midterms-Ergebnis von sich

Angesichts einer sich abzeichnenden Niederlage bei den Midterms hat US-Präsident Donald Trump eine Mitverantwortung für das Wahlergebnis von sich gewiesen. "Ich stand nicht auf dem Stimmzettel", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. "Und wenn ich darauf gestanden hätte, hätten wir ERDRUTSCHARTIG gewonnen!", schrieb er weiter, teils in Großbuchstaben. Im Wahlkampf hatte Trump die Wähler allerdings immer wieder dazu aufgefordert, sich vorzustellen, er selbst stehe auf dem Stimmzettel. Trotz seiner schwachen Zustimmungswerte hatte er sich davon nach eigenen Angaben einen positiven Effekt auf die Wahlergebnisse gehofft.

+++ Update: 5:41 Uhr +++

Trumps Republikaner verlieren auch den Senat

Die Republikaner von US-Präsident Donald Trump haben bei den Parlamentswahlen laut Hochrechnungen auch die Kontrolle über den Senat verloren. Die Demokraten sicherten sich mehr als die Hälfte der insgesamt 100 Sitze, wie die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen berichtete. Dabei sind zwei parteilose Senatoren mitgezählt, die mit den Demokraten verbündet sind.

+++ Update: 5:29 Uhr +++

Demokratischer Kandidat Sand gewinnt Gouverneurswahl in Iowa

Die Demokraten stellen künftig Hochrechnungen zufolge den Gouverneur im US-Bundesstaat Iowa. Der demokratische Kandidat Rob Sand setzte sich bei den US-Parlamentswahlen gegen den Republikaner Zach Lahn durch, wie die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen berichtete. Die republikanische Amtsinhaberin Kim Reynolds hatte nach zwei Amtsperioden entschieden, nicht mehr anzutreten. Sand ist Rechtsanwalt und war zuvor oberster Rechnungsprüfer von Iowa. Lahn ist Unternehmer.

+++ Update: 5:28 Uhr +++

Demokraten gewinnen in Kansas ersten Senatssitz seit 1932

Die Demokraten im Bundesstaat Kansas haben laut Hochrechnungen erstmals seit 94 Jahren einen Sitz im US-Senat erobert. Der Demokrat Adam Hamilton setzte sich gegen den Trump-Kandidaten Roger Marshall durch, wie die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Stimmauszählungen und Wählerbefragungen berichtete.

+++ Update: 5:24 Uhr +++

Republikaner verlieren Gouverneursposten in Texas

Erstmals seit mehr als 30 Jahren hat in Texas Hochrechnungen zufolge eine Demokratin die Gouverneurswahl gewonnen. Gina Hinojosa setzte sich gegen den republikanischen Amtsinhaber Greg Abbott durch, wie die Nachrichtenagentur AP und der Nachrichtensender CNN auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen berichteten.

+++ Update: 5:17 Uhr +++

Demokraten nehmen Republikanern Senatssitz in Ohio ab

Die Demokraten haben den Republikanern in Ohio laut Hochrechnungen einen Sitz im US-Senat abgenommen. Der demokratische Kandidat Sherrod Brown setzte sich gegen den Republikaner Jon Husted durch, wie die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen meldete.

+++ Update: 5:06 Uhr +++

Trump: Werde Wahlergebnisse anerkennen

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Ergebnisse der Kongresswahlen anzuerkennen. "Wir werden mit den Demokraten zusammenarbeiten, und wir freuen uns schon darauf. Wir werden wahrscheinlich eine Lösung finden", sagte er der "New York Times".

+++ Update: 5:04 Uhr +++

Demokrat Talarico nimmt Republikanern Senatssitz in Texas ab

Erstmals seit fast 40 Jahren haben die Demokraten im umkämpften US-Bundesstaat Texas Hochrechnungen zufolge das Senatsrennen für sich entschieden. Ihr Kandidat James Talarico gewann gegen den von Präsident Donald Trump unterstützten Republikaner Ken Paxton, wie die Sender NBC News und CBS News auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen meldeten.

+++ Update: 4:09 Uhr +++

Sender: Trumps Republikaner verlieren Repräsentantenhaus

Die Republikaner von US-Präsident Donald Trump haben bei den Kongresswahlen Hochrechnungen zufolge ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verloren. Die Demokraten werden die Kontrolle in der Parlamentskammer übernehmen, wie die US-Sender CNN und NBC News auf Grundlage von Stimmauszählungen und Wählerbefragungen berichteten.

+++ Update: 2:28 Uhr +++

Demokrat nimmt Republikanern Senatssitz in North Carolina ab

Im Bundesstaat North Carolina haben die Demokraten bei der Wahl zum US-Senat Hochrechnungen zufolge einen Sitz hinzugewonnen. Ihr Kandidat Roy Cooper entschied die Wahl für sich, wie die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen meldete.

+++ Update: Mittwoch, 4. November 1:53 Uhr +++

Sender: Demokrat Ossoff verteidigt Senatssitz in Georgia

Die Demokraten haben bei den US-Parlamentswahlen Hochrechnungen zufolge ihren Senatssitz im Bundesstaat Georgia verteidigt. Der seit 2021 amtierende Senator Jon Ossoff setzte sich gegen den Republikaner Mike Collins durch, wie die Sender NBC News und CBS News auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen berichteten. Es handelt sich um eines der ersten Senatsrennen, die bei den Midterms entschieden wurden. Zuvor verteidigten die Demokraten laut Nachrichtenagentur AP bereits einen Senatssitz in Virginia.

+++ Update: 20:36 Uhr +++

Expertin: Auch Demokraten-Sieg könnte Trump nur begrenzt stoppen

Ein möglicher Wahlsieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen würde die Macht von Präsident Donald Trump zwar einschränken, seine Politik aber nicht grundsätzlich stoppen. Das erklärte Politikwissenschaftlerin Rachel Tausendfreund von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik im Gespräch mit tagesschau24.

Die Expertin sieht die Demokraten vor der Wahl in einer günstigen Ausgangslage. "Es sieht gut aus für die Demokraten. Trump ist sehr unbeliebt, die Wirtschaft ist nicht besser, alles ist teurer geworden, und auch seine Einwanderungspolitik wird abgelehnt."

Entscheidend sei aus ihrer Sicht vor allem, wie deutlich ein möglicher Wahlsieg ausfalle. Selbst wenn die Demokraten beide Kammern des Kongresses gewinnen sollten, wäre das laut Tausendfreund kein "Allheilmittel" gegen Trumps Politik. Der Kongress könne dem Weißen Haus nur begrenzt etwas entgegensetzen.

Ein deutliches Abschneiden der Demokraten könnte Trump allerdings auch innerhalb seiner eigenen Partei schwächen. Sollten die Republikaner hingegen besser abschneiden als erwartet, würde das seine Position dort stärken.

+++ Update: 16:57 Uhr +++

Trump ist vom Wahlsieg überzeugt

Nun hat sich auch US-Präsident Donald Trump am Wahltag geäußert. Im Interview mit dem Fernsehsender Fox News gibt er sich siegessicher. "Ich glaube, dass die Ergebnisse besser sein werden, als man denkt." Der Republikaner vermittelte das Gefühl, von einem Erfolg seiner Republikaner überzeugt zu sein und die Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat verteidigen zu können.

+++ Update: 16:31 Uhr +++

Wahlkampfthema Benzin: Ein Problem für Trump?

Unsere Social-Media-Managerin Franziska Will befindet sich gerade in der US-Hauptstadt Washington, um live über die Midterms zu berichten. Für viele US-Amerikaner:innen sind die hohen Preise an der Zapfsäule ein großes Problem. Was Trump versprochen hat und was der Iran damit zu tun hat, erfahrt ihr in ihrem Beitrag:

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+++ Update: 16:15 Uhr +++

"Go West": :newstime-Reporterreise durch die USA

Im Vorfeld der US-Wahlen durchquerte :newstime-Reporter Axel Storm die Vereinigten Staaten um herauszufinden, was die USA vor den Midterms bewegt. Er traf unter anderem Indigene im Reservat, die vom "Amerikanischen Albtraum" berichteten, und Waffenliebhaber, die sich sicher sind: "Das Problem ist der Mensch." Von Minnesota bis Portland: Storm hat mit den Menschen gesprochen, die von den Midterms unmittelbar betroffen sind.


+++ Update: 15:50 Uhr +++

Ministerium: Erstmals Wahlbeobachter in allen Bundesstaaten

Bei den US-Parlamentswahlen werden dem Justizministerium zufolge erstmals in allen 50 Bundesstaaten Wahlbeobachter:innen eingesetzt. Im Einsatz seien rund 1.000 Menschen, teilte die Behörde am Morgen (Ortszeit) mit. "Die Integrität von Wahlen gehört zu den wichtigsten Prioritäten dieser Regierung und dieser Abteilung", erklärte die stellvertretende Generalstaatsanwältin Harmeet K. Dhillon.

Die Wahlbeobachter:innen sollen überprüfen, ob die jeweiligen bundesstaatlichen Wahlrechtsgesetze eingehalten werden. Der Einsatz von Wahlbeobachter:innen durch das Justizministerium jedoch umstritten in den USA. Eine Bürgerrechtsorganisation hat den Versuch unternommen, den Einsatz gerichtlich stoppen zu lassen. Befürchtet wurde eine abschreckende Wirkung durch die Präsenz der Behörde. Wichtig: Das Ministerium untersteht US-Präsident Donald Trump, was Zweifel an der politischen Neutralität weckt.

Vor den Wahlen hatte Trump das Justizministerium eine Klage gegen den Bundesstaat Alaska einreichen lassen, um damit im Falle einer Niederlage des amtierenden Senators Dan S. Sullivan eine Bestätigung der Wahlergebnisse vorerst zu verhindern – ohne Erfolg. Die Klage wurde abgewiesen.

+++ Update Dienstag, 3. November, 15:14 Uhr +++

Bereits seit 6 Uhr Ortszeit (12 Uhr MESZ) haben die ersten Wahllokale geöffnet: Jetzt zählt es an der Wahlurne. Vor den richtungsweisenden Midterms hat :newstime-Reporterin Franziska Troger mit dem Leiter des Washingtoner Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr. Hardy Ostry, über die Rolle von Donald Trump im Wahlkampf gesprochen.

Experte: Kaufkraft ist entscheidende Wahlmotivation

Welches Thema die meisten US-Amerikaner:innen vor den Wahlen vor allem umtreibt, ist kein Geheimnis. Ostry zitiert Umfragen, wonach 84 Prozent der Bürger:innen "in der Wirtschaftslage das ausschließliche Kriterium für ihre Wahlmotivation" sehen. Insofern sei davon auszugehen, dass das Thema Kaufkraft, welches "Trump eigenartigerweise 2024 selber auch ins Schaufenster gestellt hatte", wieder mal entscheidend werde.

"In der Folge des Iran-Krieges sind gerade die Energiepreise, aber infolge der erhöhten Energiepreise natürlich auch die Lebensmittelpreise erheblich gestiegen. Wir haben erneut eine Inflation von 3,9 Prozent und das treibt die Menschen um", erklärt Ostry.

Der Büroleiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Washington, Hardy Ostry, ordnet Trumps Rolle im Wahlkampf ein.

Bild: :newstime


Allerdings müsse zwischen den Trump-Wähler:innen unterschieden werden, es gibt nicht nur überzeugte MAGA-Anhänger. "Der ganze Wahlkampf, wie er in den letzten Tagen und Wochen Gestalt annimmt, zeigt schon, dass die Mobilisierungskraft von Donald Trump nach wie vor vorhanden ist", hält Ostry fest. "Aber wir dürfen nicht vergessen: Der Erfolg von 2024 war vor allem der Mobilisierung der Nichtwähler und der hispanischen Wähler geschuldet." In diesen Lagern gebe es Unzufriedenheit – und Teile dieser Wählerschaft könnten zu Hause bleiben.

Eine Schlappe für die Republikaner wäre nichts grundsätzlich Ungewöhnliches. Bereits seit 1946 sei es die Regel, "dass natürlich die Midterms immer auch eine Abstimmung über die aktuelle Administration sind" – also auch über Trumps Regierung. Bei den letzten 25 Midterm-Wahlen sei es nur zweimal der Fall gewesen, dass die amtierende Administration zulegen konnte.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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