Handelsstreit

Trump droht Flugzeugbauer Bombardier – Kanada verhängt Zölle gegen US-Waren

Aktualisiert:

von Emre Bölükbasi

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Streit zwischen USA & Kanada eskaliert weiter (28. August)

Videoclip • 02:32 Min • Ab 12


Im Handelskrieg zwischen Washington und Ottawa treten kanadische Gegenzölle in Kraft. Während beide Länder sich mit Abgaben überziehen, nimmt Trump den Flugzeugbauer Bombardier ins Fadenkreuz.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Handelskrieg zwischen den USA und Kanada erreicht eine neue Eskalationsstufe.

  • Nun treten in Kanada drastische Gegenzölle von bis zu 50 Prozent auf amerikanische Waren in Milliardenhöhe in Kraft.

  • Gleichzeitig verschärft Trump den Ton und nimmt den kanadischen Flugzeugbauer Bombardier ins Visier.

Der Zollstreit zwischen den USA und Kanada erreicht eine neue Eskalationsstufe: Ab Dienstag (8. September) verhängt Ottawa Vergeltungszölle von bis zu 50 Prozent auf amerikanische Importe im Wert von 27,6 Milliarden Dollar. Das bestätigte das kanadische Finanzministerium gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Getroffen werden Produkte aus den Bereichen Stahl und Aluminium, Haushaltsgeräte, landwirtschaftliche Ausrüstung, Zellstoff, Papier sowie Elektronik.

Die Maßnahme ist Kanadas Antwort auf US-Zölle von 50 Prozent, die Washington im August auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar verhängt hatte – darunter Hockeyschläger, Möbel, Honig und Wein. Handelsgespräche zwischen beiden Nachbarländern waren zuvor gescheitert.

Auch in den News:

Trump attackiert Bombardier mit scharfen Worten

Parallel zur Zollauseinandersetzung verschärft Donald Trump seine Rhetorik gegen den kanadischen Flugzeugbauer Bombardier. In Großbuchstaben forderte der US-Präsident auf der Plattform Truth Social, dass Produkte des Unternehmens künftig nicht mehr auf dem amerikanischen Markt verkauft werden sollten. Seine Botschaft: Wer Interesse an US-Käufer:innen habe, müsse in den Vereinigten Staaten produzieren.

Flugzeugimporte aus Kanada stehen schon länger auf Trumps Agenda. Bereits Anfang des Jahres drohte er mit Strafzöllen und kritisierte Kanadas Umgang mit dem US-Hersteller Gulfstream, einem Konkurrenten von Bombardier. Trump warf Ottawa vor, mehreren Modellen des amerikanischen Geschäftsflugzeugherstellers keine Betriebsgenehmigungen erteilt zu haben – ein Vorgehen, das er nun erneut als unfair brandmarkte.


"Amerika zuerst" – Trump ruft zum Boykott auf

Der Republikaner beließ es nicht bei der Bombardier-Drohung. In seinem Post rief er die Amerikaner auf: "KAUFT AMERIKANISCH. FLIEGT MIT AMERIKANISCHEN FLUGZEUGEN. GENIESST AMERIKANISCHEN ALKOHOL UND AMERIKANISCHE GETRÄNKE. SEGELT AUF LAKE AMERICA. AMERIKA ZUERST!"


Mit "Lake America" bezog sich Trump auf seine jüngste geografische Umbenennung: Per Verfügung taufte er den Grenzsee Lake Ontario auf US-Seite um – eine Provokation, die Kanada ignoriert und am alten Namen festhält. Zuvor hatte Trump bereits eine Nordamerika-Karte veröffentlicht, auf der Kanada in den Farben der US-Flagge dargestellt war. Der Präsident kokettiert seit Monaten damit, dass das Nachbarland zum 51. Bundesstaat der USA werden könnte.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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