"Brücken bauen"

Ex-Kanzlerin Merkel bemüht nach CDU-Wahldebakel Konrad Adenauer

Veröffentlicht:

von Christopher Schmitt

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Merkel erinnert CDU an Adenauers Lehre

Videoclip • 01:17 Min • Ab 12


In Mecklenburg-Vorpommern wurde die Fünf-Prozent-Hürde verpasst, in Berlin hinkt die CDU den eigenen Ansprüchen hinterher. Angela Merkel erinnert in der schwierigen Situation an ein Credo von Konrad Adenauer.

Am Tag nach den bitteren Wahlniederlagen der CDU findet Angela Merkel deutliche Worte. Bei der Eröffnung einer Kunstausstellung im Bundestag nutzte die frühere Bundeskanzlerin und CDU-Chefin am Montag (21. September) die Gelegenheit, um ihrer angeschlagenen Partei ins Gewissen zu reden. Ihr Rezept: zurück zu den Wurzeln.

Die CDU hatte am Wahlabend schwere Einbußen hinnehmen müssen. In Mecklenburg-Vorpommern – ausgerechnet Merkels langjährigem Bundestagswahlkreis – scheiterte die Partei sogar am Einzug in den Landtag. Auch in Berlin lief es nicht zufriedenstellend.

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Merkel wählt für ihre Botschaft einen historischen Vergleich. Sie erinnert an den ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer und dessen politisches Credo: Brücken bauen. Doch die Ex-Kanzlerin macht auch klar, dass Adenauer genau wusste, mit wem man keine Brücken bauen könne.

Mit Blick auf die Wahlergebnisse stellt Merkel die Frage in den Raum, was die CDU heute von Adenauer lernen könne. Dessen wichtigste Lektion: aus den Fehlern der Geschichte zu lernen und alle Menschen anzusprechen. Eine Volkspartei müsse sich ihrer Werte bewusst sein.

CDU mit drei gleichberechtigten Wurzeln

Besonders betont Merkel die drei gleichberechtigten Wurzeln der CDU, die Adenauer definiert hatte: konservativ, liberal und christlich-sozial. Für ihn seien Brücken zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, zwischen Männern und Frauen, zwischen Umwelt und Wirtschaft, zwischen Stadt und Land, zwischen den Konfessionen und den Generationen notwendig gewesen. Merkel ergänzt: "Ich würde heute hinzufügen, zwischen Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte."

Die 71-Jährige, die ihren Bundestagswahlkreis jahrzehntelang in Mecklenburg-Vorpommern hatte, macht deutlich: "Ich denke, das muss der Anspruch einer Volkspartei sein, das hat er uns mitgegeben. Und um dieses Brückenbauen, was sicherlich heute nicht einfacher geworden ist, muss es auch weiter gehen."


Der Anlass für Merkels Auftritt ist eine Ausstellung im Bundestag, die zwei Werke aus der Kunstsammlung des Parlaments präsentiert – darunter ein Porträt Adenauers von Oskar Kokoschka, das Merkel sowohl während ihrer Regierungszeit als auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt in ihrem Büro aufhängen ließ.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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