Transatlantische Beziehungen

Iran-Krieg: Trumps Ex-Berater Bolton rät Europa zu Kurswechsel

Veröffentlicht:

von dpa

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Iran-Krieg führt zu teureren Lebensmitteln

Videoclip • 01:19 Min • Ab 12


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Der ehemalige Berater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, warnt in einem Interview vor den Folgen des Iran-Kriegs. Er rät Europa dazu, seine Haltung zum Konflikt noch einmal zu überdenken.

Das Wichtigste in Kürze

  • John Bolton hat in einem Interview auf die Bedrohung hingewiesen, die vom Iran auf den europäischen Kontinent ausgeht.

  • Mit Blick auf die europäische Zurückhaltung hinsichtlich des Konfliktes, mahnte Bolton dazu, die "nationalen Interessen der Amerikaner und Europäer" in den Vordergrund zu stellen.

  • Der Ex-Trump-Berater zog einen Vergleich zum Ukraine-Krieg, und mahnte in diesem Zusammenhang zu einer stärkeren Rolle Europas im Iran-Krieg.

Der frühere Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, rät Europa zu einer stärkeren Rolle im Konflikt mit dem Iran. "Iran liegt näher an Europa als an den USA", sagte Bolton in einem Interview der "Augsburger Allgemeinen" (Montag). Zudem reichten Irans Raketen offenbar weiter als erwartet und könnten beinahe ganz Europa erreichen. Auch wirtschaftlich sei der Kontinent wegen der gestiegenen Ölpreise betroffen. Außerdem sei Europa immer wieder Ziel iranisch gesteuerter Terrorangriffe.

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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte den Angriff Israels und der USA auf den Iran kritisiert und gesagt: "Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden." Bolton sagte dazu: "Europa sollte, was seine Reaktion auf Trump angeht, einmal tief durchatmen und sich fragen: Was ist am besten für uns?" Die nationalen Interessen der Amerikaner und Europäer lägen hier eng beisammen.

Der frühere Diplomat fügte hinzu: "Wenn die Europäer sagen, Iran ist nicht unser Krieg, dann erlaubt das Trump zu sagen, nun, die Ukraine ist nicht Amerikas Krieg." Das helfe nur Russlands Staatschef Wladimir Putin.

Bolton war unter Trump 2018/2019 Nationaler Sicherheitsberater. Er trat im Streit mit dem Präsidenten zurück und wurde zu einem seiner schärfsten Kritiker.

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