Rettungsaktion in der Ostsee

Buckelwal Timmy schwimmt – jetzt auch in die richtige Richtung

Aktualisiert:

von dpa

:newstime

Weiter Bangen um gestrandeten Wal (18. April)

Videoclip • 02:55 Min • Ab 12


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Hoffnungsschimmer für Timmy: Der gestrandete Buckelwal ist selbstständig weggeschwommen. Mit Booten soll er nun in die richtige Richtung gelenkt werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der in der Ostsee gestrandete Buckelwal schwimmt.

  • Das ist auf Livestreams von Timmy zu sehen.

  • Der ursprüngliche Rettungsplan sah noch anders aus.

Wal Timmy schwimmt weg und wechselt Richtung

Der seit knapp drei Wochen vor der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns festsitzende Buckelwal schwimmt. Dies war auf Livestreams im Internet zu erkennen. Er wechselte dabei mehrfach die Richtung. Der Meeressäuger lag seit dem 31. März in der Wismarbucht vor der Insel Poel fest.

Timmy, wie das Tier auch genannt wird, wird aktuell von Booten begleitet. Die Boote seien unterwegs, sagte die leitende Tierärztin der privaten Initiative, Janine Bahr-van Gemmert, der Nachrichtenagentur dpa. Der Wal war am frühen Morgen bei steigenden Wasserständen und starkem Wind losgeschwommen. Nachdem der Wal zunächst in die falsche Richtung schwomm, ist er laut "Bild" nun auf dem richtigen Weg. Timmy müsste über die Nordsee zurück in den Atlantik - bis dahin warten aber noch viele Hürden.

LIVE: Timmy schwimmt wieder - hier im "WELT"-Livestream auf Joyn verfolgen!

Retter sahen sich auf gutem Weg

Die Vertreter der Rettungsinitiative auf Poel sahen sich zuletzt auf sehr gutem Weg und im Zeitplan. Der Wal habe am Sonntagmorgen (19. April) "tolle Reaktionen" und viel Lebensenergie gezeigt. Sie schlossen am Sonntag nicht aus, dass sich der rund zwölf Meter lange Meeressäuger aus eigener Kraft freischwimme. In diesem Fall greife "Plan B".

"Das heißt, die DLRG-Boote sind auf Stand-by, dass für den Fall, dass er losschwimmt, wir ihn dann guiden können. Und es ist sichergestellt, dass wir ihn dann auch bis in die Nordsee und dann über die Nordsee in den Atlantik leiten können", sagte Rechtsanwältin Constanze von der Meden von der privaten Rettungsinitiative.

Ein Finanzier der Aktion, der Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz, zeigte sich pessimistischer. Der Wal registriere vollumfänglich, dass er völlig frei sei. Daher sei die Frage, "ob sich dieser Wal noch geleiten lässt".

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Wal ist mehr als zwölf Meter lang

Bislang geplant war, dass unter den Wal eine zwischen Pontons – also schwimmenden Plattformen – befestigte Plane geführt wird. Damit soll er aus dem flachen Bereich geborgen und später Richtung Nordsee gebracht werden. Die Pontons sollen dazu von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen werden. Die Netzplane, auf der das Tier zwischen Pontons in die Nordsee und in den Atlantik transportiert werden soll, war nach Behördenangaben bereits im Wasser.

Messungen des Umweltministeriums zufolge ist der Buckelwal 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch. Der geschwächte Wal liegt bereits seit 20 Tagen in der Wismarbucht vor der Insel Poel.

Zwischen dem Hafen in Kirchdorf und dem vor der Insel Poel liegenden Wal waren zuletzt DLRG-Boote unterwegs, die auch zur Sicherung des Einsatzpersonals vor Ort waren.

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