Hinweise nach Ausstrahlung

"Aktenzeichen XY": Neue Ergebnisse in mehreren Mordfällen

Veröffentlicht:

von Benedikt Rammer

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So arbeitet die Polizei in Deutschland

Videoclip • 01:46 Min • Ab 12


Nach der aktuellen Ausgabe von "Aktenzeichen XY… ungelöst" prüfen Ermittler:innen in mehreren schweren Kriminalfällen neue Hinweise. Besonders in drei Fällen gibt es nach Angaben der zuständigen Polizeibehörden konkrete neue Ansätze.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach der aktuellen "Aktenzeichen XY... ungelöst"-Sendung prüfen die Polizeibehörden in Gifhorn, Itzehoe und Detmold mehrere neue Hinweise zu schweren Gewaltverbrechen.

  • Im Cold Case Ulrike Herrmann könnte ein Zuschauerhinweis zu einem auffälligen Mercedes und einem möglichen Tatverdächtigen führen.

  • Auch im Fall Roland Färber und nach der Vergewaltigung in Bad Salzuflen verfolgen Ermittler:innen nun neue Spuren aus dem persönlichen Umfeld und durch ein Phantombild.

Der Schwerpunkt der aktuellen Sendung "Aktenzeichen XY" vom 19. August lag auf der Aufklärung von Tötungsdelikten. In insgesamt fünf Fällen standen Mordermittlungen im Mittelpunkt. Nach der Ausstrahlung meldeten sich in mehreren Fällen Zuschauer:innen mit neuen Beobachtungen und möglichen Wiedererkennungen. Das könnte die Ermittlungen in lange ungeklärten oder besonders sensiblen Verfahren voranbringen.

Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt der Fall Ulrike Herrmann. Die Studentin war 1990 per Anhalter durch Deutschland gereist und wurde auf dieser Reise getötet. Jahrzehnte später gibt es nun möglicherweise eine neue Spur. Ein Lkw-Fahrer konnte laut den Informationen aus der Sendung einen möglichen Zeugen oder sogar den mutmaßlichen Täter beschreiben.


Zuschauer erkennt Mann und Fahrzeug wieder

Auf Basis dieser Beschreibung meldete sich in der Sendung ein Zuschauer, der angibt, sowohl den Mann als auch dessen auffälligen Mercedes erkannt zu haben. Die Kriminalpolizei Gifhorn prüft diesen Hinweis nun intensiv. Sollte sich die Aussage bestätigen, könnte das in dem seit 35 Jahren ungeklärten Fall ein wichtiger Fortschritt sein.

Auch im Fall Roland Färber aus Glückstadt gibt es neue Ermittlungsansätze. Der 59-jährige gelernte Maurer war tot aufgefunden worden. Zunächst war von einem natürlichen Tod ausgegangen worden. Erst eine zweite Leichenschau ergab, dass ein Verbrechen vorliegen könnte. Damit bekam der Fall eine völlig neue Richtung.

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Ermittlungen führen ins persönliche Umfeld

Nach der Sendung gingen Hinweise ein, die auf mögliche Zusammenhänge im persönlichen Umfeld des Toten und in seiner Wohnsituation hindeuten. Diesen Spuren geht die Kriminalpolizei Itzehoe nun gezielt nach. Gerade in Fällen, in denen ein Verbrechen zunächst nicht erkannt wird, kommt Hinweisen aus dem Umfeld oft besondere Bedeutung zu.

Einen weiteren möglichen Ermittlungserfolg gibt es bei der Kriminalpolizei Detmold. Dort wird wegen der Vergewaltigung einer jungen Frau in Bad Salzuflen aus dem November 2024 ermittelt. In diesem Fall hatte ein DNA-Treffer eine Verbindung zu einer sehr ähnlichen Tat aus dem Jahr 2006 ergeben. Damit rückte die Möglichkeit in den Fokus, dass derselbe Täter für beide Fälle verantwortlich sein könnte.


Phantombild löst mehrere Hinweise aus

Im aktuellen Fall konnte das Opfer den Täter so genau beschreiben, dass ein Phantombild erstellt wurde. Nach der Ausstrahlung meldeten sich dann mehrere Zuschauer:innen, die den abgebildeten Mann wiedererkannt haben wollen. Die zuständigen Behörden prüfen diese Hinweise derzeit. Noch ist offen, ob sich daraus eine eindeutige Identifizierung ergibt.

Die aktuellen Entwicklungen zeigen, welche Rolle Fernsehsendungen wie "Aktenzeichen XY… ungelöst" bei der Aufklärung schwerer Straftaten weiterhin spielen können. Vor allem bei älteren Fällen oder bei Taten ohne klare Spur können Hinweise aus der Bevölkerung entscheidend sein. Ob die neuen Meldungen in den drei beschriebenen Fällen zu einem Durchbruch führen, müssen nun die weiteren Ermittlungen zeigen.


Verwendete Quellen:

"Aktenzeichen XY": Sendung vom 19. August

zdf: ""Aktenzeichen XY...ungelöst" vom 19. August: Das sind die ersten Ergebnisse zu den Fällen"

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