Fahrplanwechsel
Preiserhöhung bei der Deutschen Bahn - jetzt trifft es besonders Familien
Veröffentlicht:
von dpaReisende der Deutschen Bahn müssen sich bald auf höhere Preise einstellen. (Symbolbild)
Bild: Peter Kneffel/dpa
Familien müssen bei der Bahn ab Sonntag deutlich mehr für eine Sitzplatzreservierung zahlen. Künftig gilt: Jeder muss zahlen, egal wie alt.
Familien, die für eineFahrt mit der Deutschen BahnSitzplätze reservieren wollen, müssen künftig deutlich tiefer in die Tasche greifen. Wie das bundeseigene Unternehmen auf seiner Homepage mitteilt, wird die Familienreservierung mit dem Fahrplanwechsel an diesem Sonntag (15. Juni) abgeschafft. Von Verbänden hagelt es Kritik.
Künftig müssen alle Reisenden - auch Kinder - für eine Sitzplatzreservierung zahlen. Zusätzlich wird der Preis für eine Reservierung in der zweiten Klasse um 30 Cent teurer und liegt dann bei 5,50 Euro. In der ersten Klasse kostet der feste Platz dann 6,90 Euro statt 6,50 Euro.
Konkret bedeutet das: Anstelle der 10,40 Euro für eine Familienreservierung bezahlt eine Familie mit zwei Kindern künftig 22 Euro. Für Hin- und Rückweg kommen 44 Euro zusammen.
"De facto eine erneute Preiserhöhung"
Der ökologische Verkehrsclub VCD forderte die Bahn auf, die Familienreservierung zu erhalten. "Gerade Familien mit Kindern sind auf reservierte Sitzplätze angewiesen", sagte die Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann. "Auf sie kommt jetzt de facto eine erneute Preiserhöhung zu; nur ein halbes Jahr nach der letzten regulären Erhöhung im Dezember." Sie rate der Bahn, "weniger auf kurzfristige Rabattaktionen zu setzen, und stattdessen das allgemeine Angebot erschwinglich zu halten".
Jörg Bruchertseifer vom Fahrgastverband Pro Bahn sagte: "Hier sind Politik und die Vertreter des Eigentümers gefordert, auch Familien mit Kindern umweltfreundliche Reisen mit der Bahn preislich attraktiver zu gestalten. Insbesondere bei Reisen mit Familie sind die Kosten gegenüber dem Auto ein wichtiges Entscheidungskriterium."
Mehr News

Streit um Arktisinsel
Grönland-Konflikt: Trump glaubt an Einigung mit NATO

Grönland-Streit
Kein G7-Treffen in Paris: Trump und Merz geben Macron einen Korb

Nach Schlagabtausch mit Airline-Chef
Elon Musk: Tech-Milliardär lässt bei X über Kauf von Ryanair abstimmen

Grönland-Konflikt
"Baltic Sentry" als Vorbild: Dänemark will dauerhaften NATO-Stützpunkt auf Grönland

Frankreichs Präsident
Macron versteckt Augen in Davos hinter Sonnenbrille: Das ist der Grund

Sicherheitsbedenken
EU-Kommission schmeißt Huawei und ZTE aus Mobilfunknetz

Unterirdischer Schutzraum
Geheimer Umbau am Weißen Haus: Trump bekommt neuen Sicherheitsbunker

Neue Förderung
E-Auto-Prämie: Einfacher Geldsegen oder Förder-Labyrinth für Käufer?

Politik-Talkshow
"Markus Lanz" am Dienstag: Darum geht's, das sind die Gäste
